Das Abenteuer auf hoher See, auf das sich Fabian Seyr (43) sich einlässt, hat es fürwahr in sich<BR /><BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="826130_image" /></div> <BR /><BR /><BR /><BR /><BR /><BR /><BR /><BR /> Monatelang wird er auf einer 22 Meter langen Rennyacht zubringen und auf diese Weise zusammen mit einer rund 20-köpfigen Crew gegen andere, baugleiche Segelboote eine Regatta bestreiten. In mehreren Etappen geht es zunächst quer über den Atlantik bis nach Südamerika und schließlich bis zur Westküste Australiens.<BR /><BR />Es handelt sich um einen Teil der legendären Hochseeregatta „Clipper Round the World Race“, die bereits seit 1996 Profiskippern und Amateurseglern gleichermaßen alles abverlangt.<h3>11 Boote segeln um die Wette </h3>An Bord ist es immerzu eng, feucht und selbstverständlich wackelig, man kommt so gut wie nie zur Ruhe, der Wettkampfmodus sorgt für zusätzliche Nervenanspannung. Kein Wunder, denn es gilt, in Form einer Regatta mit 11 Booten einmal rund um die Welt zu segeln. Sehr wohl gibt es auch die Möglichkeit, nach einigen Etappen aussteigen. Diese Möglichkeit nehmen viele der beteiligten Amateursegler wahr – sei es aus zeitlichen Gründen, aber auch deshalb, weil man ohnehin schnell an seine Grenzen gelangt. <BR /><BR />Fabian will die ersten 3 Etappen mitsegeln: Von London nach Uruguay, dann weiter bis Südafrika und schließlich nach Westaustralien. Macht in Summe 27.900 Kilometer bzw. knapp 17.000 Seemeilen an vorauskalkulierten 74 Tagen von August bis Dezember des kommenden Jahres. Sofern alles nach Plan verläuft. „Mich reizt dieses besondere Format, und zwar einerseits das Segeln auf dem offenen Ozean und andererseits der Wettbewerb zwischen den einzelnen Booten“, erklärt Fabian seine Teilnahme an diesem beinharten Abenteuer. <h3>Auf alle Eventualitäten vorbereiten </h3>Im Verlauf seines rund 5-monatigen Ozean-Trips darf sich der 43-jährige Bozner, der beruflich im Dienstleistungssektor beschäftigt ist, auf alles Mögliche gefasst machen: So winken etwa Naturgewalten in Form von bis zu 15 Meter hohen Wellen genauso wie körperliche Grenzerfahrungen wegen anhaltendem Schlafmangels oder die Besonderheit, Teil einer internationalen Crew zu sein. Dazu kommen noch Eventualitäten wie Seekrankheiten oder Verletzungen. <BR /><BR />„Auf diesen langen und schweren Booten mit den hohen Masten spielt die Muskelkraft eine größere Rolle als beim herkömmlichen Segeln, besonders wichtig ist die Abstimmung im Team“, spricht er einige essenzielle Aspekte an. Natürlich wird ihm die Hochseeregatta auch viele unvergessliche Momente bescheren, etwa dann, wenn man in der Crew zusammenwächst, kritische Vorkommnisse meistert oder einfach mal die Weite des Ozeans genießen kann. <h3>Mit wildfremden Gleichgesinnten zusammengewürfelt</h3>In wenigen Tagen geht es für Fabian zur 3. Trainingswoche nach London, nun erwartet er sich im Gegensatz zu den beiden ersten Trainings eine raue See, nasskalte Törns sowie neue Erfahrungen. Bei den Trainings geht es um Sicherheit, Navigation und die Abstimmung im Team. Man müsse in die Logik erst Schritt für Schritt reinwachsen, sagt Fabian. Die Tatsache, dass man immer wieder aufs Neue mit anderen Teilnehmern zusammengewürfelt wird, gehört zum Kalkül der Veranstalter. Das sei ideal für den Lernprozess, außerdem können die Skipper so die unterschiedlichen Fähigkeiten der Amateur-Segler besser einschätzen. Nach den Trainings werden die Amateure von den Skippern bewertet, erst im Mai werden die definitiven Teams zusammengestellt. <BR /><BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="826133_image" /></div> <h3>Erdacht vom ersten Ein-Hand-Weltumsegler</h3>Die 11 Boote sollen möglichst ausgeglichen besetzt sein, damit ein spannender Rennverlauf garantiert ist. Erdacht wurde das „Clipper Round the World Race“ vom Engländer Sir Robin Knox-Johnston im fernen Jahr 1995, er war der erste Ein-Hand-Segler, dem 1969 eine Weltumseglung glückte. <BR /><BR />Von der Hochseeregatta erfuhr Fabian über Youtube-Videos, die Kosten seien durchaus mit einer Weltreise vergleichbar. Der Bozner hat den Segelschein erst 2019 abgeschlossen, überhaupt hat er erst vor 5 Jahren das Segeln für sich entdeckt. „Ich habe mich auf den Booten derart gut entspannen können, dass das Segeln zu meiner großen Passion wurde“, sagt er. Die Entspannung wird auf der Hochseeregatta wohl definitiv zu kurz kommen, stattdessen werden ihm die Weltmeere allerhand spannende Erlebnisse bescheren.