Hier die Tour im Überblick und interessante Informationen über lokale Besonderheiten und Geschichte.<BR /><BR /><b>Von Hanspaul Menara</b><BR /><BR />Unweit der Bergstation der großen Seilbahn am Piffinger Köpfl und damit am Rand des Ski- und Wandergebietes Meran 2000 bilden der Große und der Kleine Ifinger eine markante Felsgestalt, die weithin sichtbar nordöstlich über dem Meraner Raum frei und beherrschend aufragt. <BR /><BR />Das macht den Ifinger zu einem der formschönsten und bekanntesten Berge Südtirols. Und sein geologischer Aufbau aus hellem, sehr festem Granitgestein – dem sogenannten Ifinger-Tonalit, der hier den Sarntaler Westkamm durchquert –, macht ihn alpintouristisch zu einem bekannten Kletterberg mit einer Reihe schwieriger Routen.<BR /><BR />Allerdings ist der eigentliche Gipfelaufbau von Osten her und zunächst quer durch die Nordflanke des Kleinen Ifinger über einen relativ kurzen Klettersteig zugänglich, der zuletzt auf der Südseite ziemlich gerade empor zum Gipfelkreuz führt. <BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1214253_image" /></div> <BR />Jedoch sind einige Stellen doch auch hier ausgesetzt genug, dass die Besteigung absolute Schwindelfreiheit, Trittsicherheit und möglichst etwas Klettersteigerfahrung erfordert, auch wenn sich die heikelste Wegstrecke auf eine relativ kurze Schlüsselstelle bald nach Überschreitung der Scharte zwischen den beiden Gipfeln beschränkt.<BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1214256_image" /></div> <BR />Weniger felserprobten Wanderern bietet hingegen der Kleine Ifinger eine Alternative, und auch „Gipfelsammler“, die gerade den Großen bestiegen haben, machen gern auch noch schnell den Abstecher zum Gipfel des Kleinen. <BR /><BR />Jedenfalls ist unser zweiteiliger Berg in seiner Gesamtheit ein sehr stark besuchtes Tourenziel, und es bleibt zu hoffen, dass dem hochsommerlichen Andrang jetzt im Herbst eine etwas ruhigere Zeit folgt.<BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1214259_image" /></div> <embed id="dtext86-71467040_listbox" /><BR /><BR />Am Weg von der Seilbahn zum Ifinger steht übrigens unweit der bewirtschafteten Kuhleitenhütte die legendenumwobene Bergkapelle St. Oswald, die 1878 erbaut wurde, nachdem eine erste, 1497 erwähnte und etwas höher gelegene Vorgängerkapelle verfallen war. Das Höhenkirchlein bleibt allerdings fast das ganze Jahr über geschlossen.<h3> Die Tour im Überblick</h3><div class="img-embed"><embed id="1214262_image" /></div> <b>Wegverlauf:</b> Vom Naiftal am Ostrand von Meran zunächst mit der großen Ifinger-Seilbahn hinauf zum Piffinger Köpfl (1.980 m; hierher auch Umlaufbahn von Hafling herauf). Von da auf dem breiten Weg 19 A mäßig ansteigend und am Kirchlein St. Oswald vorbei hinauf zur Höhengaststätte Kuhleiten (2.360 m; hierher knapp 1 1/2 Std.). Nun westwärts über den Bergrücken auf gutem Weg zum Ostfuß des Berges (hierher auch auf einem vom breiten Weg abzweigenden steilen Abkürzungspfad möglich) und ein Stück hinauf zum Beginn des Klettersteiges (hier beginnt auch der kurze, unschwierige Gipfelsteig auf den Kleinen Ifinger, 2.552 m). Nun stets den Sicherungen folgend und zuerst die Nordflanke des Kleinen Ifinger querend eben und leicht ansteigend zur Scharte zwischen den beiden Gipfeln, dann südseitig kurz hinab und an der sehr steilen Gipfelflanke des Großen Ifinger über ein paar sehr ausgesetzte Stellen und die glatte Schlusswand empor zum Gipfel (2.581 m; ab Kuhleiten 1 Std.). – Abstieg wie Anstieg (1 1/2 Std.). <BR /><BR /><b>Gesamtgehzeit:</b> 4 Std.<BR /><BR /><b>Höhenunterschied:</b> 681 m<BR /><BR /><b>Orientierung und Schwierigkeit:</b> Der Große Ifinger ist für klettersteigerfahrene, trittsichere und absolut schwindelfreie Berggeher bei trockenem Fels nicht schwierig, allerdings teilweise sehr ausgesetzt. Der Kleine Ifinger ist absolut unschwierig.<BR /><BR /><b>Wanderkarten: 1:50.000:</b> Kompass, Blatt 53 (Meran) – <b>1:25.000:</b> Tabacco, Blatt 011 (Meran und Umgebung)<BR /><BR /> <a href="https://www.stol.it/artikel/panorama/seit-50-jahren-geht-er-dem-traumberuf-nach-im-wahrsten-sinne-des-wortes" target="_blank" class="external-link-new-window" title="">Hier erfahren Sie mehr über unseren Autor Hanspaul Menara.</a><BR /><BR /> <a href="https://www.stol.it/suche/Wandertipps" target="_blank" class="external-link-new-window" title="">Und hier finden Sie weitere seiner Wandertipps.</a>