Hier die Tour im Überblick und interessante Informationen über lokale Besonderheiten und Geschichte.<BR /><BR /><b>Von Hanspaul Menara</b><BR /><BR />So zahlreich die besonderen Berggestalten der Gadertaler Dolomiten auch sind, nur wenige sind so markant wie der Sassongher, der mächtig über dem Becken von Corvara aufragt. <BR /><BR />Vor allem nach Süden hin zeigt er sich als schmaler, turmförmig in die Höhe schießender, scheinbar nur in sehr schwieriger Kletterei ersteigbarer Felszahn. Von der Gipfelfläche senkt sich nordseitig jedoch ein weniger schwierig ersteigbarer Hangrücken gegen die Scharte hinab, die zwischen dem Sassongher und dem dahinter befindlichen Bergmassiv eingelagert ist. <BR /><BR />Um die zu bewältigende Höhendifferenz zu verringern, nutzen wir zuerst eine Umlaufbahn und schweben mit ihr mühelos hinauf zur Kuppe des gut 2.000 Meter hohen Col Pradat. Von dort führen dann relativ gute Bergwege hinein ins Edelweißtal und steigen durch dieses, vorbei an einer kleinen Kapelle, kurz bergan, bis der eigentliche Gipfelanstieg rechts abbiegt. <BR /><BR />Der markierte Steig führt nun in Serpentinen hinauf zu wilden, teils senkrechten, teils überhängenden Felsbastionen, wo in einer schattigen Felsbucht meist Wasser herabrieselt. Dabei werden Felsbänder und Schuttrampen zwar ausgesetzt, aber nicht schwierig gequert, und dann führt der Pfad in Serpentinen am grasbewachsenen Steilhang hinauf in die erwähnte, auf der Nordseite des Berges eingeschnittene Scharte. <BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1323174_image" /></div> <embed id="dtext86-75144059_listbox" /><BR /><BR />Von dieser geht es über einen Hang hinauf zu einem schroff aufragenden Felsgürtel und damit zum kurzen Klettersteig, dem einzigen schwierigen Abschnitt des insgesamt sehr eindrucksvollen Aufstiegs. <BR /><BR />Hier helfen gut verankerte Stahlseile, vor allem die eine oder andere senkrechte Stelle zu überwinden, und ab dem Ende des insgesamt als leicht eingestuften und recht kurzen Klettersteiges leitet ein problemloser Pfad schließlich über Schrofen und Felsschutt zur länglichen Gipfelfläche mit dem Kreuz. <BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1323177_image" /></div> <BR />Das Tourenziel bietet einen atemberaubenden Tiefblick auf Corvara und die umliegenden Siedlungen sowie die Fernsicht zu den Gletscherbergen im Norden, vor allem aber ein einzigartiges Panorama auf die Berge, die das obere Gadertal weiträumig umgeben, mit Fanesgruppe, Lagazuoi, Setsas und dem gewaltigen Sellastock, mit Geisler, Puez und Gardenacia und sogar mit Marmolata, Civetta und Langkofel.<h3> Die Tour im Überblick</h3><div class="img-embed"><embed id="1323180_image" /></div> <b>Wegverlauf:</b> Vom Parkplatz nahe der Talstation der Col-Pradat-Umlaufbahn am oberen Rand von Kolfuschg (ca. 1.720 m) mit dieser hinauf zum Col Pradat (2.038 m). Von dort auf breitem Weg die Latschenhänge querend hinüber ins Edelweißtal und auf Weg 4 hinauf bis zu Wegteilung (2.104 m, Wegweiser). Nun rechts auf Steig 7 teils in Serpentinen, teils in ausgesetzter Querung empor in die Sassongher-Scharte (2.435 m; ab Ausgangspunkt etwa 1 <EinHalb></EinHalb> Std.), südwärts hinauf zum kurzen Klettersteig, über diesen an Stahlseilen teilweise senkrecht etwa 10-15 Min. empor zum Gipfelhang und auf Steig 7 mittelsteil zum Gipfelkreuz (2665 m; ab Scharte <DreiViertel></DreiViertel> Std.; ab Col Pradat 2 <EinHalb></EinHalb> Std.). – Abstieg: Entweder zur Gänze über die beschriebene Aufstiegsroute oder im unteren Teil nicht über den Col Pradat, sondern gerade hinab nach Kolfuschg (2 Std.). <BR /><BR /><b>Höhenunterschied:</b> Im Aufstieg 627 m, abwärts 945 m. <BR /><BR /><b>Gesamtgehzeit:</b> 4 – 5 Std. <BR /><BR /><b>Orientierung und Schwierigkeit:</b> Größtenteils nicht schwierig, aber teilweise sehr ausgesetzt. Und die Überwindung des genannten Felsgürtels über eine versicherte Route verlangt absolute Schwindelfreiheit sowie Fels- und Klettersteigerfahrung. <BR /><BR /><b>Wanderkarten 1:50.000:</b> Kompass, Blatt 59 (Sellagruppe) – <b>1:25.000:</b> Tabacco, Blatt 07 (Alta Badia – Arabba – Marmolada)<BR /><BR /> <a href="https://www.stol.it/artikel/panorama/seit-50-jahren-geht-er-dem-traumberuf-nach-im-wahrsten-sinne-des-wortes" target="_blank" class="external-link-new-window" title="">Hier erfahren Sie mehr über unseren Autor Hanspaul Menara.</a><BR /><BR /> <a href="https://www.stol.it/suche/Wandertipps" target="_blank" class="external-link-new-window" title="">Und hier finden Sie weitere seiner Wandertipps.</a>