Hier die Tour im Überblick und interessante Informationen über lokale Besonderheiten und Geschichte.<BR /><BR /><b>Von Hanspaul Menara</b><BR /><BR />Wie angedeutet, ist der Laugen – so wird die zweigipflige, freistehende und dementsprechend aussichtsreiche Berggestalt allgemein vereinfachend genannt – ein wuchtiger Bergstock aus Quarzporphyr. Dieser besteht aus der Kleinen und der Großen Laugenspitze, wobei Letztere das Ziel unserer Gipfeltour ist. <BR /><BR />Am Weg befindet sich als willkommener Rastort die Gastschenke der Laugenalm, die auf markiertem Waldweg zugänglich ist und bei gutem Wetter bis Mitte Oktober geöffnet bleibt. Und zwischen den beiden Gipfeln liegt der kleine Laugensee als hübsches Ziel für einen kurzen Abstecher, mit dem auch die leichte Besteigung der Kleinen Laugenspitze verbunden werden kann.<BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1360260_image" /></div> <BR /><BR />Da der Ausgangspunkt für unsere Besteigung in immerhin 1.500 Metern Höhe liegt, hält sich die zu bewältigende Höhenleistung von rund 900 Metern in annehmbaren Grenzen. Dennoch handelt es sich um eine richtige Bergtour mit einer Gesamtgehzeit von mindestens fünf Stunden.<BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1360263_image" /></div> <embed id="dtext86-76368614_listbox" /><BR /><BR />Der Laugen ist bekannt als „ältester Damenberg“ der Alpingeschichte, denn schon für das Jahr 1552 ist bezeugt, dass zwei adelige Frauen, nämlich Regina von Brandis und Katharina Botsch unter Führung Jakobs von Boymont zu Payersberg, die Große Laugenspitze bestiegen haben. Das ist übrigens auch eine der frühesten urkundlich nachweisbaren Gipfelbesteigungen überhaupt. <BR /><BR />Dazu passt, dass gerade am Gipfelgrat der Großen Laugenspitze im Jahr 1875 die zweite Alpenvereinshütte Südtirols errichtet wurde, und zwar, so wie bereits die erste, durch die Sektion Meran. Es handelte sich um einen kleinen Holzbau, der einen „Petroleumkochapparat und die notwendigsten Gerätschaften“ enthielt, wie es in den damaligen „Mitteilungen“ des Deutschen und Österreichischen Alpenvereins heißt. Allerdings konnte die Hütte nach dem Ersten Weltkrieg nicht mehr betreut werden, und heute kündet keine Spur mehr von ihr. <BR /><h3> Die Tour im Überblick</h3><div class="img-embed"><embed id="1360266_image" /></div> <BR /><b>Wegverlauf:</b> Vom Gampenpass (1.518 m) mit Markierung 10 A südwestwärts zum Fußweg 10 und auf diesem stärker ansteigend durch Wald empor zur Laugenalm (1.853 m; die Gastschenke ist bis Mitte Oktober in Betrieb; ab Gampenpass knapp 1 1/2 Std.). Weiterhin auf Weg 10 über freie Hänge hinauf zu einer Hangschulter (Abzweigung Laugensee und Kleiner Laugen) und am steilen, felsigen Südostgrat teilweise auf einfacher Weganlage empor zur Großen Laugenspitze (2.433 m; ab Laugenalm gut 1 1/2 Std.). – Empfohlener, leichterer Abstieg: Vom Gipfelkreuz mit Nr. 8 A am begrasten Südwestrücken hinab zu Wegteilung, nun stets mit 10 A über den Südgrat problemlos hinunter (der querende Weg 133 bleibt unbeachtet) und zuletzt links durch Wald leicht absteigend zur Laugenalm (ab Gipfel gut 1 Std.); weiter wie im Aufstieg zurück zum Gampenpass (gesamt rund 2 Std.). <BR /><BR /><b>Höhenunterschied:</b> 915 m <BR /><BR /><b>Gesamtgehzeit:</b> 5 Std.<BR /><BR /><b>Orientierung und Schwierigkeit:</b> Für Gehgewohnte mit Bergerfahrung unschwierig, der Südostgrat ist allerdings steil und felsig (kann durch die obige Abstiegsvariante ersetzt werden). Sich vor Antritt der Tour wie immer nach den aktuellen Verhältnissen erkundigen!<BR /><BR /><b>Wanderkarten 1:50.000:</b> Kompass, Blatt 53 (Meran) – <b>1:25.000:</b> Tabacco, Blatt 046 (Lana – Etschtal)<BR /><BR /><BR /> <a href="https://www.stol.it/artikel/panorama/seit-50-jahren-geht-er-dem-traumberuf-nach-im-wahrsten-sinne-des-wortes" target="_blank" class="external-link-new-window" title="">Hier erfahren Sie mehr über unseren Autor Hanspaul Menara.</a><BR /><BR /> <a href="https://www.stol.it/suche/Wandertipps" target="_blank" class="external-link-new-window" title="">Und hier finden Sie weitere seiner Wandertipps.</a>