Hier die Tour im Überblick und interessante Informationen über lokale Besonderheiten und Geschichte.<BR /><BR /><b>Von Hanspaul Menara</b><BR /><BR />Kurz nach der Ortschaft Gand im Martelltal zweigt südseitig ein im unteren Teil dicht bewaldetes und kaum ausgeprägtes Hochtal ab, das in seinem oberen Abschnitt fast unvermittelt flacher wird und sich zu einer großen Mulde ausweitet. <BR /><BR />Hier liegt, teilweise von hohen Berggraten umschlossen und vom Felszahn der Elferspitze unmittelbar überragt, die hübsche, westexponierte Soyalm mit ihren Hütten. <BR /><BR /> Ein Blick in die Geschichte der Alm unterrichtet uns, dass sie 1694 im Besitz des Freiherrn Johann Josef von Hendl in Goldrain und des Herrn Franz von Heidorff war, zwei Adeligen, die – wie damals schriftlich festgehalten wurde – „die Alben auf Sohy vor jahrn von der gemainschaft erkauft“ hatten. Später ging das Weidegebiet wieder in den Besitz der Goldrainer Bauern über. <BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1346679_image" /></div> <embed id="dtext86-75938237_listbox" /><BR /><BR />Der Weg vom Bereich des Gasthauses Hölderle zur Alm herauf ist teilweise zwar etwas steil, aber dank des Waldes und der Nordexposition ist er auch an heißen Tagen nicht allzu schweißtreibend. Und die Alm selbst, die Einkehrmöglichkeit bietet, stellt ein landschaftlich lohnendes, gern besuchtes Wanderziel dar. <BR /><BR /> Wem sie als Ziel aber nicht genügen sollte, kann in kaum halbstündigem, etwas luftigem Aufstieg die ostseitig aufragende Elferspitze erklimmen. Doch etwas gehfreudigeren Wanderern empfehle ich hier die Besteigung der Zehnerspitze, eines schönen, auf markierter Route ersteigbaren Gipfels im Westen der Alm. <BR /><BR />Höhe und Lage des Zehners sind in manchen Karten zwar unterschiedlich dargestellt, doch die Markierung führt bis zum Steinmann am Gipfel und lässt keinen Zweifel zu, dass es sich um den höchsten und damit auch aussichtsreichsten Punkt der Marteller „Bergsonnenuhr“ handelt.<BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1346682_image" /></div> Diese besteht aus unserem Zehner, dem unweit davon befindlichen und etwas niedrigeren Zwölfer sowie dem erwähnten Elfer – einem Gegenstück zur berühmten Bergsonnenuhr von Sexten im Pustertal oder auch manch anderer Gruppe von sogenannten Stundenbergen. <h3> Die Tour im Überblick</h3><div class="img-embed"><embed id="1346685_image" /></div> <BR /><b>Wegverlauf:</b> Von der Gaststätte Hölderle bzw. einem etwas weiter taleinwärts befindlichen Parkplatz im mittleren Martelltal (1.460 m; ca. 2 km innerhalb Gand, Wegweiser) auf Waldweg (Mark. 4) bzw. Forstweg hinauf, dann kurz hinein in den Graben des Soybaches und am gegenüberliegenden Grashang hinauf zur Soyalm mit ihrer Gastschenke (2.073 m; ab Ausgangspunkt knapp 2 Std.; kein Ruhetag, bis Mitte/Ende September in Betrieb; Tel. 3387951328). – Weiter zur Zehnerspitze: Von der Alm auf Weg 4 bis zu Weggabel, von da rechts mit Markierung 4 A talein zur ehemaligen Kälberalm (2.227 m), dann ein paar Gletscherbäche überquerend zum Berghang, auf dem markierten Steig in Serpentinen hinauf und ab einem Hochtälchen weglos (aber markiert) über steiles Blockwerk empor zum Gipfel (2.710 m; ab Alm 2 Std.). – Der Abstieg erfolgt über die Aufstiegsroute (insgesamt ab Gipfel ca. 3 Std.). <BR /><BR /><b>Höhenunterschied:</b> 1.250 m<BR /><BR /><b>Gesamtgehzeit:</b> ca. 7 Std. <BR /><BR /><b>Orientierung und Schwierigkeit:</b> Der Waldweg zur Alm ist unschwierig. Der Elfer erfordert Trittsicherheit, die Route auf den Zehner ist für berggewohnte Wanderer hingegen problemlos, wenn auch länger. Sich vor Antritt der Tour wie immer nach den augenblicklichen Gegebenheiten erkundigen! <BR /><BR /><b>Wanderkarten 1:50.000:</b> Kompass, Blatt 52 (Vinschgau) – <b>1:25.000:</b> Tabacco, Blatt 045 (Latsch – Martell – Schlanders) <BR /><BR /> <a href="https://www.stol.it/artikel/panorama/seit-50-jahren-geht-er-dem-traumberuf-nach-im-wahrsten-sinne-des-wortes" target="_blank" class="external-link-new-window" title="">Hier erfahren Sie mehr über unseren Autor Hanspaul Menara.</a><BR /><BR /> <a href="https://www.stol.it/suche/Wandertipps" target="_blank" class="external-link-new-window" title="">Und hier finden Sie weitere seiner Wandertipps.</a>