Hier die Tour im Überblick und interessante Informationen über lokale Besonderheiten und Geschichte.<BR /><BR /><b>Von Hanspaul Menara</b><BR /><BR />Wie aus der Überschrift ersichtlich, ist Seis der Ausgangspunkt unserer Wanderung. Und wer Seis hört, denkt auch an die Seiser Alm oder an die dorthin führende Seilbahn. Wir aber lassen das alles links (eigentlich rechts) liegen und wenden uns nicht ostwärts, sondern nordwärts. <BR /><BR />Ausgedehnte Wiesenhänge steigen da mäßig an, und darin liegen weit verstreut die Höfe des Weilers St. Valentin mit der gleichnamigen Kirche und deren weithin sichtbarem Glockenturm – ein einzigartiges Bild, dieses frei in weiter Wiesenlandschaft stehende Gotteshaus. Der mit einer barocken Zwiebelhaube gekrönte Turm wurde aber nicht erst in barocker Zeit erbaut, sondern stammt aus romanischer Zeit, während das Kirchenschiff mit seinen Fresken ein Juwel der Gotik ist. Das alles macht aus St. Valentin bei Seis einen der bedeutendsten und schönstgelegenen Sakralbauten Südtirols. <BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1235016_image" /></div> <BR />Nach der Steigung durch das Gebiet von St. Valentin wird das Gelände flacher, wir erreichen die Höhenflur Razell, und ab da senkt sich der Weg allmählich und mit nur geringem Höhenverlust hinunter nach Kastelruth, dem Sitz der gleichnamigen, sehr ausgedehnten Gemeinde und dem Dorf mit seinem besonders mächtigen, um 1750 erbauten Kirchturm, mit schönen Adelssitzen und einem stimmungsvollen Ortskern. <BR /><BR />Hier aber sind wir noch nicht am Ziel. Denn dieses liegt dort, wo der Name Kastelruth seinen Ursprung hat, nämlich auf dem schon in prähistorischer Zeit besiedelt gewesenen Kastelruther Kofel, wo das namengebende, 982 urkundlich erwähnte Castellum ruptum – das zerstörte Schloss – stand, von dem niemand weiß, wer es erbaut, wer es zerstört und wie es ausgesehen hat. <BR /><BR />Aber man weiß, dass auf jener Ruine die Herren von Kastelruth um 1200 ihre Burg erbauten. Doch auch die ging zugrunde, und schließlich waren es die Gerichtsherren von Kraus – ihnen sind wir schon am Dorfplatz begegnet –, die ab 1675 aus dem Burgberg einen Kalvarienberg machten. <BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1235019_image" /></div> <embed id="dtext86-72179039_listbox" /><BR /><BR />So beherrschen heute prächtige Bäume, eine Reihe von Kapellen aus dem 17. Jahrhundert, ein Brunnenpavillon aus der Zeit um 1900 und der zur Antoniuskapelle umgestaltete Bergfried der hochmittelalterlichen Burg das Bild des Kofels. Vom unterirdischen Gang, der nach der Sage einst bis ins ferne Fleimstal geführt haben soll, weiß hingegen niemand mehr etwas...<h3> Die Tour im Überblick</h3><div class="img-embed"><embed id="1235022_image" /></div> <b>Wegverlauf:</b> In Seis (997 m) auf der Hauptstraße kurz in Richtung Kastelruth bis zur rechts abzweigenden Markierung 11A. Nun dieser und der Beschilderung „St. Valentin“ folgend auf der Straße zu letzten Häusern, dann auf Fußpfad durch Wiesenhänge hinauf und zuletzt links hinüber zur Kirche St. Valentin. Dann mit Markierung 13 A und fortan der Beschilderung „Kastelruth“ folgend auf Wiesenpfad hinauf zu einem Gehöft und auf Weg 7 weiter zu Pestkreuz und nahem Bildstock (1.160 m). Nun kurz zur nächsten Wegkreuzung und von dort auf Weg 6 leicht absteigend nach Kastelruth (1.060 m; ab Seis gut 1 Std.). Vom Dorfzentrum schließlich kurz hinauf zum Beginn der breiten Kofelwege, je nach Belieben links oder rechts zum höchsten Punkt bzw. um den Hügel herum und zurück ins Dorf (Kofelrunde ca. 1/2 Std.). Von da nun wieder auf dem Weg 6 ein Stück hinauf, dann rechts auf Weg 6 A und später links auf Weg 6 B durch die Wiesen zum Weg 7 und nun immer diesem folgend zurück nach Seis (ab Kastelruth 3/4 Std.). <BR /><BR /><b>Höhenunterschied:</b> ca. 250 m <BR /><BR /><b>Gesamtgehzeit:</b> 2 1/2 Std. <BR /><BR /><b>Orientierung und Schwierigkeit:</b> Leichte Wanderung, zu einem guten Teil durch weite Wiesen. Nasse Wegstellen erfordern ordentliches Schuhwerk. <BR /><BR /><b>Wanderkarten 1:50.000:</b> Kompass, Blatt 54 (Bozen) –<b>1:25.000:</b> Tabacco, Blatt 05 (Gröden – Seiseralm)<BR /><BR /> <a href="https://www.stol.it/artikel/panorama/seit-50-jahren-geht-er-dem-traumberuf-nach-im-wahrsten-sinne-des-wortes" target="_blank" class="external-link-new-window" title="">Hier erfahren Sie mehr über unseren Autor Hanspaul Menara.</a><BR /><BR /> <a href="https://www.stol.it/suche/Wandertipps" target="_blank" class="external-link-new-window" title="">Und hier finden Sie weitere seiner Wandertipps.</a>