Hier die Tour im Überblick und interessante Informationen über lokale Besonderheiten und Geschichte.<BR /><BR /><b>Von Hanspaul Menara</b><BR /><BR />Beim Gschleiboden, dem aussichtsreichen Zielpunkt unserer herbstlichen Rundwanderung, handelt es sich nicht um einen größeren Boden, sondern um eine rundliche, teils mit Gehölzen, teils aber freie und nur mit Kleinvegetation bewachsene Kuppe mit Gipfelkreuz und Rastbänken östlich von Sterzing. Sie bildet das Ende eines senkrechten Felspfeilers hoch über der Ortschaft Wiesen am Eingang ins Pfitschtal. <BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1378821_image" /></div> <BR /><embed id="dtext86-76958787_listbox" /><BR /><BR /><BR />Während unsere teilweise von alten Trockenmauern gesäumten Wege zu einem guten Teil durch Fichtenwald und herbstlich gefärbte Laubgehölze und Lärchenbestände führen, ist der Gschleiboden bekannt für seine freie Aussicht über den Sterzinger Talkessel. Dieser wird vom sagenumwobenen „Sterzinger Moos“ mit der genannten Ortschaft Wiesen, der „Fuggerstadt“ Sterzing, den Burgen Sprechenstein und Reifenstein, den Dörfern Stilfes, Thuins und Flains sowie einer Reihe von Gipfeln und Höhen der Sarntaler, Stubaier und Zillertaler Alpen geprägt. <BR /><BR />In kulturgeschichtlicher Hinsicht ist zu erwähnen, dass die Urgeschichtsforschung im Gschleiboden den Standort einer früh- oder vorgeschichtlichen Wallburg vermutet, zumal der auch anderwärts anzutreffende Name Gschleir, Gschlier und ähnlich auf ein rätoromanisches „Castlir“ (Burgstelle) zurückgeführt wird und ein gutes Stück unterhalb unserer Kuppe ein Felsvorsprung den Namen Burgstall trägt. Entsprechende Mauerreste fehlen allerdings.<BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1378824_image" /></div> <BR /><BR />Dank der sonnenexponierten Lage ist die hier vorgeschlagene Rundwanderung von Sterzing über Flains zum Gschleiboden und über den Braunhof, der als Jausenstation noch den ganzen November Einkehrmöglichkeit bietet, mit dem Abstieg über den Weiler Schmuders wieder nach Flains und zurück nach Sterzing bei gutem Wetter und trockenen Wegen auch noch zu dieser Jahreszeit durchaus lohnend. Und aufgrund des Kreuzes und der umfassenden Aussicht hat man am Gschleiboden sogar ein wenig das Gefühl, einen richtigen Berggipfel erreicht zu haben.<BR /><h3> Die Tour im Überblick</h3><div class="img-embed"><embed id="1378827_image" /></div> <BR /><b>Wegverlauf:</b> Vom Untertorplatz in Sterzing (950 m) über die Bahnhofstraße zur Eisackbrücke, bald darauf links durch die Mühlgasse zur nahen Bahnunterführung (Wegweiser) und auf der Straße in 30 Min. hinauf nach Flains (1.030 m). Nun vom Dorfrand (Parkplatz) auf der Schmuderer Straße kurz abwärts, dann links ab, stets auf Weg 25 nahezu eben zu Weggabel, wieder links durch Wald hinauf (ein Fahrweg wird gekreuzt) bis zur nächsten Weggabel und rechts auf Steig 25 B teilweise etwas ausgesetzt in 10 Min. hinüber zum Gschleiboden (1.341 m; Kreuz und Rastbänke; ab Sterzing 1 1/2 – 2 Std.). – Rückweg: Zurück zur letzten Weggabel, auf Weg 25 kurz hinauf zur Schmuderer Straße und auf dieser rechts zum nahen Braunhof (Jausenstation, 1.346 m; bis Ende November geöffnet, Dienstag Ruhetag; ab Gschleiboden 20 Min.). Dann oberhalb der Straße auf Weg 3 durch Wald und Wiesen westwärts zur großen Wiese „Edenfeld“, hier talwärts Überquerung der Höfestraße, weiter auf Weg 3 und vorbei an Höfen und am Schmuderer Kirchlein hinab nach Flains (ab Braunhof 3/4 Std.) und schließlich in 20 Min. zurück nach Sterzing. <BR /><BR /><b>Höhenunterschied:</b> 396 m <BR /><BR /><b>Gesamtgehzeit:</b> 3 – 3 1/2 Std. <BR /><BR /><b>Orientierung und Schwierigkeit:</b> Für Gehgewohnte mit ordentlichem Schuhwerk leicht und problemlos, einzelne Wegstellen sind aber etwas steil; gute Markierung und Beschilderung. Am Gschleiboden ist erhöhte Achtsamkeit geboten. <BR /><BR /><b>Wanderkarten 1:50.000:</b> Kompass, Blatt 44 (Sterzing) – <b>1:25.000:</b> Tabacco, Blatt 038 (Sterzing – Stubaier Alpen)<BR /><BR /><BR /> <a href="https://www.stol.it/artikel/panorama/seit-50-jahren-geht-er-dem-traumberuf-nach-im-wahrsten-sinne-des-wortes" target="_blank" class="external-link-new-window" title="">Hier erfahren Sie mehr über unseren Autor Hanspaul Menara.</a><BR /><BR /> <a href="https://www.stol.it/suche/Wandertipps" target="_blank" class="external-link-new-window" title="">Und hier finden Sie weitere seiner Wandertipps.</a>