Dienstag, 08. November 2016

Mit STOL durch die US-Wahlnacht

Wird Polit-Profi Hillary Clinton erste US-Präsidentin? Oder zieht mit dem Immobilienmilliardär Trump ein Quereinsteiger ins Weiße Haus ein? In der Nacht auf Mittwoch - unserer Zeit - wird das Ergebnis der US-Präsidentschaftswahl feststehen. Auch Südtirol Online wird die entscheidenden Stunden mitverfolgen.

Über 200 Millionen US-Bürger waren aufgerufen, den oder die neue(-n) Präsidenten/-in der Vereinigten Staaten zu wählen.
Über 200 Millionen US-Bürger waren aufgerufen, den oder die neue(-n) Präsidenten/-in der Vereinigten Staaten zu wählen. - Foto: © APA/AFP

Erstmals in der 240-jährigen Geschichte der USA steht die Demokratin Hillary Clinton möglicherweise kurz davor, als erste Präsidentin des Landes Geschichte zu schreiben. Die meisten Umfragen sagen der früheren Außenministerin, Senatorin und First Lady einen Sieg voraus – es wäre 100 Jahre nach Einführung des Frauenwahlrechts ein Meilenstein in der Geschichte der US-Demokratie.

Nach Berechnungen des Umfragenexperten Nate Silver vom Blog „FiveThirtyEight“ lag Clintons Gewinnchance bei 72 Prozent. Ihr republikanischer Rivale ist der Milliardär und Quereinsteiger Donald Trump. Das Ergebnis sollte Mittwochmorgen feststehen.

Dank dem Live-Blog der APA (Austria Presse Agentur) können auch STOL-Leser während der Nacht die Wahlergebnisse mitverfolgen. 

Der Sieger der besonders ruppigen Wahlschlacht wird am 20. Januar in das Weiße Haus einziehen und Amtsinhaber Barack Obama nach dessen achtjährigen Amtszeit ablösen. Obama war der erste schwarze Präsident in der US-Geschichte.

In den letzten Stunden des Wahlkampfs versuchten Clinton (69) und Trump (70) noch einmal alles, in besonders heiß umkämpften US-Staaten die Bürger auf ihre Seite zu bringen. Beide Kandidaten investierten zum Schluss noch einmal Millionen Dollar in TV-Werbespots.

Wahlberechtigt waren am "Election Day" etwa 219 Millionen Menschen. Voraussetzung war, dass sich ein Wähler registrieren ließ und nicht von der Wahl ausgeschlossen wurde – beispielsweise wegen einer kriminellen Vergangenheit.

Am Ende gewinnt nicht der Kandidat, der landesweit die meisten Stimmen auf sich vereint. Denn der US-Präsident wird nur indirekt vom Volk gewählt. Jeder Bundesstaat hat eine bestimmt Zahl von Stimmen in einem 538-köpfigen Gremium aus Wahlmännern und -frauen zu vergeben. Deren Zahl richtet sich nach der Größe eines jeden Staates. Das bevölkerungsreiche Kalifornien stellt 55 Wahlmänner, das kleine Delaware nur drei. Wer ins Weiße Haus einziehen will, braucht mindestens 270 Wahlmännerstimmen.

Die Wahllokale schlossen ab 18.00 Uhr Ortszeit. Erste Ergebnisse einzelner Staaten werden nicht vor 1.00 Uhr (MEZ) erwartet.

dpa

stol