Mittwoch, 17. Mai 2017

Mobilität für HGV-Gadertal großes Thema

Die neugewählten HGV-Ortsobleute des Gadertales legten Schwerpunkte fest

Von links: Harald Vallazza, Ortsobmann von Wengen, Markus Valentini, Ortsobmann von Abtei, Iwan Costamoling, Ortsobmann von Corvara, Bezirksobmann Thomas Walch, Gebietsobfrau Marina Crazzolara und Hans Mutschlechner, Ortsobmann von St. Vigil. Nicht auf dem Bild: Günther Erlacher, Ortsobmann von St. Martin in Thurn.
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Von links: Harald Vallazza, Ortsobmann von Wengen, Markus Valentini, Ortsobmann von Abtei, Iwan Costamoling, Ortsobmann von Corvara, Bezirksobmann Thomas Walch, Gebietsobfrau Marina Crazzolara und Hans Mutschlechner, Ortsobmann von St. Vigil. Nicht auf dem Bild: Günther Erlacher, Ortsobmann von St. Martin in Thurn.

Pederoa – Auf Einladung Marina Crazzolara, Obfrau des Gebietes Gadertal des Hoteliers- und Gastwirteverbandes (HGV) haben sich kürzlich die Obleute der Gadertaler HGV-Ortsgruppen zu einer ersten Sitzung in Pederoa bei Wengen getroffen. Anwesend waren Harald Vallazza, neuer Ortsobmann von Wengen, Hans Mutschlechner, neuer Ortsobmann von St. Vigil in Enneberg, Ivan Costamoling, neuer Ortsobmann von Corvara/Kolfuschg, Markus Valentini, neuer Ortsobmann von Abtei und Günther Erlacher, Ortsobmann von St. Martin in Thurn.

Neben einer Darstellung der einzelnen Themen in den jeweiligen Ortschaften wurden die Schwerpunkte aus touristischer Sicht für das HGV-Gebiet Gadertal erörtert. In Zukunft wolle man eine verstärkte Bindung zu den HGV-Mitgliedern anstreben sowie die Mitarbeit, Kommunikation und Organisation von Veranstaltungen und Kursen auf Talebene ankurbeln.

Für die Ortsobleute des HGV im Gadertal spielt das Thema Mobilität weiterhin eine wichtige Rolle. Deshalb wolle man in Zukunft gemeinsam mit Bezirksobmann Thomas Walch Experten einladen, um zu erkennen, wie angedachte Mobilitätsprojekte umgesetzt werden können. Ein Thema war dabei auch der Weiterbau der „Alemagna-Autobahn”, der sicherlich wegen der Skiweltmeisterschaften in Cortina im Jahr 2021 vorangetrieben wird. Der Weiterbau dieser Autobahn würde schließlich die Anreisezeit vom Flughafen Venedig bzw. Treviso ins Gadertal wesentlich verkürzen und andere Straßen, wie die Brennerautobahn entlasten. Als Touristiker müsse man sich rechtzeitig mit diesen Entwicklungen befassen.  

Nicht nur eine bessere und schnellere Anbindung, sondern auch die Anwendung und das Erleben der ladinischen Kultur und Sprache sollte auch im Tourismus verstärkt angeboten werden. Diesbezüglich laufen bereits einige Projekte, zu denen der HGV-Gadertal seine Zusammenarbeit angeboten hat: das Interreg-Projekt „LinguAlp” mit der IDM, das Vorhaben, die ladinischen Sagen als immaterielles Kulturerbe auszuzeichnen und die Anfrage um eine Zusammenarbeit vonseiten der „Uniun Generela Domites” für ein Interreg-Projekt, welches die Realisierung einer App für kostenlose Online-Kurse auf Ladinisch vorsieht. „Wir stellen immer wieder fest, wie wissbegierig Gäste gegenüber unserer Sprache und Geschichte sind. Sie sind von unserer Muttersprache, der ältesten Sprache in Südtirol, fasziniert und erfreuen sich, wenn sie daran teilnehmen können“, betont Gebietsobfrau Marina Crazzolara. Man war sich einig, dass die Anwendung der ladinischen Einheitssprache, die allemal zuerst das Erlernen des eigenen ladinischen Idioms voraussetzt, ein wichtiger Schritt nach vorne sei, um der Ratlosigkeit bei der Anwendung des richtigen Idioms auf Landesebene vorzubeugen.

Gebietsobfrau Marina Crazzolara berichtete abschließend noch über aktuelle Themen auf Landesebene, über Ihre Tätigkeit im IDM-Marketingbeirat und in der Arbeitsgruppe „Green Days Sellajoch” sowie über jene der Federalberghi, wo sie demnächst ein Projekt zu den „Weißen Wochen” vorstellen möchte.

HGV, Bozen

stol