Freitag, 21. Juni 2019

Moderne Hernienchirurgie

Marienklinik Bozen – Dr. Sandro Imperiale, Facharzt für Allgemeine Chirurgie erläuterte im Vortrag der Informationsveranstaltung „Treffpunkt Gesundheit“ am 20. Juni, wie und wann Hernien behandelt werden müssen.

Marienklinik Bozen – Dr. Sandro Imperiale, Facharzt für Allgemeine Chirurgie erläuterte im Vortrag der Informationsveranstaltung „Treffpunkt Gesundheit“ am 20. Juni, wie und wann Hernien behandelt werden müssen.
Marienklinik Bozen – Dr. Sandro Imperiale, Facharzt für Allgemeine Chirurgie erläuterte im Vortrag der Informationsveranstaltung „Treffpunkt Gesundheit“ am 20. Juni, wie und wann Hernien behandelt werden müssen.

Hernien, so nennt man Weichteilbrüche in der Fachsprache, können an verschiedenen Stellen auftreten und unterschiedlich groß sein. Begünstigt oder verursacht werden sie durch schweres Heben und Tragen oder bei chronischer Druckerhöhung im Bauchraum, zum Beispiel während der Schwangerschaft, durch Tumore im Bauch oder aufgrund erhöhtem Fettanteil im Bauchraum. Auch chirurgische Eingriffe im Bauchbereich bilden in der Folge eine Schwachstelle die das Entstehen einer Hernie fördern.

Wenn eine Lücke in der Bauchdecke entsteht, wölbt sich das Bauchfell durch die Lücke vor und es können Eingeweide heraustreten. Leistenbruch, Nabelbruch, Narbenbruch und Zwerchfellbruch zählen zu den häufigsten Brüchen.

Je nach Diagnose, Schweregrad bzw. auftretenden Beschwerden entscheidet der Arzt über die Form der Behandlung und Therapiemaßnahmen. Eine chirurgische Behandlung ist jedoch nicht in jedem Fall indiziert. Sollte dies doch der Fall sein, dann stehen offene Techniken oder laparoskopische Verfahren zur Verfügung, bei denen der Bruch mit einem Netz verstärkt wird und die Bauchwand geschlossen wird. Durch ausgefeilte und moderne Operationstechniken wird das Risiko eines erneuten Bruches deutlich minimiert und eine Rückkehr zu gewohnten Bewegungen und sportlichen Aktivitäten ist gewährleistet. Die operative Behebung eines Bauchwandbruchs zählt zu den häufigsten chirurgischen Eingriffen und kann in vielen Fällen ambulant durchgeführt werden. Somit kann der Patient wenige Stunden nach einem komplikationslosen Eingriff die Klinik wieder verlassen. In einigen Fällen wird der Verbleib des Patienten bis zum darauffolgenden Tag empfohlen.

Welches Verfahren zur Anwendung kommt, wird individuell entschieden, wobei die Größe des Bruchs, die Stelle, mögliche Voroperationen und der Patientenwunsch in die Therapieplanung miteinfließen.

Die Veranstaltungsreihe „Treffpunkt Gesundheit“ wird nach der Sommerpause im Oktober 2019 in der Marienklinik fortgesetzt.
Die neuen Themen und Termine werden rechtzeitig bekanntgegeben.

stol