Freitag, 25. September 2015

Mogherini hält Dubliner Abkommen für veraltet

Die EU-Außenbeauftragte Federica Mogherini hält das Dubliner Abkommen mit den Regeln für Asylanträge in Europa für veraltet.

EU-Außenabgeordnete Federica Mogherini - Archivbild
EU-Außenabgeordnete Federica Mogherini - Archivbild - Foto: © APA/EPA

„Das Dubliner Abkommen ist eine Regelung aus Zeiten, in denen die Migration ein Phänomen anderer Dimensionen war“, so Mogherini im Interview mit der römischen Tageszeitung „La Repubblica“.

Der Flüchtlingsnotstand müsse als europäisches Problem in Angriff genommen werden. „Heute ist klar, dass kein Land von Griechenland bis Deutschland allein das Flüchtlingsphänomen mit eigenen Kräften bewältigen kann. Europa ist nicht nur notwendig, sondern unersetzbar. Das ist, was wir derzeit lernen“, so Mogherini.

Initiativen, um den Krieg in Syrien zu stoppen, würden das Flüchtlingsphänomen nicht bremsen. Das Problem Libyen würde nach wie vor bestehen. „Hinter Libyen steckt ganz Afrika, ein Kontinent in ständigem Aufruhr, wo die Menschen leiden, allerdings gelernt haben, sich mehr als in der Vergangenheit in Bewegung zu setzen. Das ist eine Tatsache, mit der wir uns noch lang auseinandersetzen müssen“, sagte Mogherini.

apa

stol