Dienstag, 12. Dezember 2017

Mogherini sagte Rohingya Hilfe der EU zu

Die EU-Außenbeauftragte Federica Mogherini hat den aus Myanmar geflüchteten muslimischen Rohingya weitere Unterstützung der Europäischen Union zugesichert. Die EU werde helfen, um den Flüchtlingen eine freiwillige Rückkehr aus Bangladesch in Würde zu ermöglichen, sagte Mogherini am Dienstag vor dem Europaparlament in Straßburg.

Mogherini machte sich abermals für die Anliegen der Minderheit stark. - Foto: APA (AFP)
Mogherini machte sich abermals für die Anliegen der Minderheit stark. - Foto: APA (AFP)

Sie äußerte sich zuversichtlich, dass humanitäre Organisationen den Zugang zu jenem Teil Myanmars erhalten würden, aus dem rund eine Million Rohingya nach Bangladesch geflüchtet waren.

Mogherini verwies darauf, dass die EU und ihre Mitgliedstaaten die größten Geldgeber für die Flüchtlinge seien. Sie zeigte auch Verständnis für die De-facto-Regierungschefin Aung San Suu Kyi: „Wir wissen sehr gut, dass sie in einer sehr schwierigen Situation in dem Land steckt. Die Demokratie in Burma ist jung, das Land befindet sich immer noch im Übergang auf die Demokratie.” Mogherini sagte: „Wir müssen einerseits eine Lösung für das Problem dieser Leute finden, andererseits müssen wir auch die demokratischen Prozesse in Myanmar selbst unterstützen.” Suu Kyi brauche die Unterstützung der EU.

Das Abkommen zwischen Myanmar und Bangladesch über die Heimführung der Rohingya, die von Myanmar nicht als Bürger des Landes betrachtet werden, sei ein „erster Schritt in die richtige Richtung nach Monaten und Jahrzehnten der Untätigkeit und Schlimmerem”. „Wir wissen sehr gut, dass die Situation immer noch sehr schwierig ist und dass die Implementierung des Abkommens sorgfältig von der internationalen Völkergemeinschaft im Auge behalten werden muss.”

apa/dpa

stol