Montag, 26. August 2019

Mozzarella ist nicht gleich Mozzarella

Die Verbraucherzentrale Südtirol klärt auf, wodurch sich Büffelmozzarella von anderen herkömmlichen Mozzarellasorten unterscheidet.

Mozzarella aus Büffelmilch ist deutlich teurer als Mozzarella aus Kuhmilch.
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Mozzarella aus Büffelmilch ist deutlich teurer als Mozzarella aus Kuhmilch. - Foto: © shutterstock

Allein der Begriff „Mozzarella“ ist rechtlich nicht geschützt. So wird Käse, der ohne weitere Angabe nur die namentliche Bezeichnung „Mozzarella“ trägt, aus Kuhmilch hergestellt. In Italien ist dafür auch die Bezeichnung „Fiordilatte“ gebräuchlich.

Büffelmozzarella als Delikatesse

Büffelmozzarella hingegen gilt aufgrund ihrer feinen Konsistenz und ihres intensiven Geschmacks als besondere Delikatesse und wird vor allem in Kampanien aus der Milch von Wasserbüffeln hergestellt. Büffelmilch enthält mehr Fett, Vitamine und Mineralstoffe und zugleich weniger Cholesterin als Kuhmilch. Da eine Büffelkuh mit circa 10 Litern täglich viel weniger Milch gibt als eine Hochleistungs-Milchkuh, ist Büffelmozzarella deutlich teurer als Mozzarella aus Kuhmilch.

Unter der geschützten Herkunftsbezeichnung „Mozzarella di Bufala Campana DOP“ darf nur Büffelmozzarella aus einem ganz bestimmten Gebiet vermarktet werden. 90 Prozent der Produktion stammen aus den Provinzen Caserta und Salerno in Kampanien.

„Erkennbar ist die originale Büffelmozzarella am gelb-roten g.U.-Logo (Geschützte Ursprungsbezeichnung – Denominazione di origine protetta) und am grün-rot-schwarzen Logo mit dem Büffelkopf“, erklärt Silke Raffeiner, Ernährungsexpertin der Verbraucherzentrale Südtirol. 

Artgerechte Tierhaltung fraglich

Tierschutzorganisationen haben übrigens schon mehrmals darauf hingewiesen, dass die meisten Büffel nicht artgerecht gehalten werden. Die männlichen Kälber werden oft schon kurz nach der Geburt getötet, da sie keine Milch geben und das Fleisch der Büffel keinen Marktwert hat.

stol.

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