Es ist paradox: Einerseits ist Hannes Kröss (44) permanent auf Achse und hat derzeit wohl mehr um die Ohren als je zuvor in seinem Leben. Trotzdem vermag er eine Ruhe und Gelassenheit auszustrahlen, wie man sie am ehesten noch beim Dalai Lama vermuten würde.<BR /><BR /> Zielorientiertes Arbeiten gehörte schon immer zu seinen Eigenschaften, genauso wie Zuverlässigkeit, Fleiß und Ehrgeiz. Klar, wie sonst auch hätte er in verhältnismäßig kurzer Zeit eine Kommunikationsagentur im Sportbereich mit derzeit rund 50 Kunden aufbauen können. <BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1276215_image" /></div> <BR />Ob Berglauf in irgendeinem entlegenen Tal, Wintersportbewerbe aller Art, Ski-Weltcup in Gröden oder Radklassiker in den Dolomiten – zusammen mit seinem fünfköpfigen Team liefert Hannes Kröss Ankündigungen, Ergebnislisten, Berichte, Bilder, Videos, O-Töne und jegliche Sonderwünsche, die den Medienleuten in den Sinn kommen.<h3> „Mega Erfahrung in Antholz“</h3>Im Bereich der Sportveranstaltungen zählt Hannes Kröss zu den gefragtesten Leuten im Lande. Somit überrascht es nicht, wenn er seinen Arbeitsplatz derzeit im Pressezentrum der Biathlonhochburg Antholz aufgeschlagen hat. <BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1276218_image" /></div> <BR /><BR />„Es ist eine mega Erfahrung und mein Herz lacht, seit ich hier direkt im Geschehen bin, aber anfangs war mir schon auch etwas mulmig zumute“, räumt der Sport-Aficionado ein. Tatsächlich nimmt er bei Olympia eine Doppelrolle wahr, einerseits als Teil des Koordinierungskomitees des Landes Südtirol, andererseits als stellvertretender Leiter des Pressezentrums („Venue Manager“) für die Stiftung Mailand-Cortina. <BR /><BR />Im Koordinierungskomitee ging es primär darum, die Bevölkerung im Verlauf von 18 Monaten mit passenden Inhalten auf Olympia einzustimmen, während in der zweitgenannten Funktion im Antholzer Pressezentrum 300 Journalisten, Fotografen und Medienleute jeglicher Couleur betreut werden wollen. Eine Mammutaufgabe, die er zusammen mit einem siebenköpfigen Kernteam sowie freiwilligen Helfern stemmt. <BR /><BR /><embed id="dtext86-73493699_listbox" /><h3> Vom Journalismus in die Selbstständigkeit</h3>Ergebnisse, Teilnehmerlisten, Turnierpläne, verheißungsvolle Zwischenzeiten oder vergebene Matchbälle – wie viele andere Sportbegeisterte konnte sich auch Hannes Kröss schon in seinen Kinder- und Jugendjahren für diesen schier unerschöpflichen Kosmos mit all seinen Geschichten begeistern. Darauf eine Tätigkeit aufzubauen, gelingt allerdings nur den Allerwenigsten. <BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1276221_image" /></div> <BR /><BR />Seine Journalistenlaufbahn begann er, der mit seiner imposanten Größe (2,02 Meter) und einem stets perfekt getrimmten Bart auffällt, beim einstigen Lifestyle-Magazin „In Südtirol“, danach führte er eine Zeitlang ein lokales Sport-Magazin, ehe er das Online-Portal „Sportnews.bz“ als erster Chefredakteur aufbaute. Im Jahr 2017 folgte der endgültige Sprung in die Selbstständigkeit, seit über drei Jahren signiert er nun als „Sportissimus“. Ein Name, ein Programm. <h3> Die beste aller Lebensschulen</h3>In diesem Metier muss man sich nach den Terminen sowie Spiel- und Rennkalendern richten. Im Winter hat Hannes Kröss Hochsaison. Rundherum organisiert man das, was vom Leben übrig bleibt. „Meine Lebensgefährtin Barbara hat mich immer wieder in meinen Vorhaben bestärkt und so manche Zweifel ausgeräumt“, zeigt der 44-Jährige auf. <BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1276224_image" /></div> <BR /><BR />Die beiden Söhne, Sebastian (12) und Ferdinand (8), zeigen auch bereits erste sportliche Ambitionen. Im Winter messen sie sich am liebsten auf der Skipiste, ansonsten jagen sie dem Fußball hinterher. Hannes sieht den Sport als die „wohl beste aller Lebensschulen – man gewinnt gemeinsam und muss lernen, mit Niederlagen umzugehen“. <BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1276227_image" /></div> <h3> Lernen für die Ski-WM 2031</h3>Und selbst, wie viel aktiver Sport steckt eigentlich im Mister Sportissimus? „Beim Skifahren bekomme ich den Kopf frei, genauso wie beim Laufen“, lässt er wissen. Er hat schon Marathons bestritten, darunter den weltberühmten in New York. Sobald die größte Hektik vorbei ist, möchte er wieder mehr trainieren. Früher hat er auch Fußball gespielt, eine Zeitlang bereicherte er die Kegelmannschaft in Sarnthein. <BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1276230_image" /></div> <BR />Vorerst möchte er aber „so viel wie möglich lernen und von Olympia mitnehmen“, denn das nächste große Ziel steht mit der Ski-WM im Jahr 2031 bereits fest. Und man darf davon ausgehen, dass Hannes Kröss dort einmal mehr gar einige Fäden in der Hand halten wird. Freinehmen möchte er sich nach Olympia auch mal einige Tage. Ob das Arbeitstier tatsächlich in der Lage sein wird, sich dann voll und ganz von seinem Metier auszuklinken, darf zumindest bezweifelt werden. Denn zu tun gibt es immer etwas.<BR /><BR /><embed id="dtext86-73493698_listbox" />