Mittwoch, 22. November 2017

Mubage-Nachfolger Mnangagwa nach Simbabwe zurückgekehrt

Simbabwes designierter Präsident Emmerson Mnangagwa ist am Mittwoch aus dem selbst gewählten Exil nach Simbabwe zurückgekehrt. Es wird erwartet, dass der frühere Vizepräsident eine Rede in der Zentrale der Regierungspartei Zanu-PF in Harare hält, wie der Sender BBC am Mittwoch berichtet. Mnangagwa soll am Freitag als Nachfolger des Langzeitpräsidenten Robert Mugabe vereidigt werden.

Tausende feierten den Rücktritt Mugabes Foto: APA (AFP)
Tausende feierten den Rücktritt Mugabes Foto: APA (AFP)

Mugabe war am Dienstag nach fast vier Jahrzehnten an der Macht zurückgetreten. Damit war er einem Amtsenthebungsverfahren des Parlaments zuvorgekommen. In der Nacht auf Mittwoch hatten daraufhin Tausende Simbabwer ausgelassen den Rücktritt Mugabes gefeiert.

Der unter dem Spitznamen „das Krokodil” bekannte Mnangagwa ist seit Jahrzehnten führendes Mitglied der politischen Elite. Der 75-Jährige gilt als Hardliner und hat unter Mugabe unter anderem den Geheimdienst und das Justizministerium geführt.

Der 93-jährige Mugabe hatte ihn Anfang November als Vize entlassen. Mnangagwa floh daraufhin aus Angst um seine Sicherheit nach Südafrika. Er genießt den Rückhalt der Regierungspartei ZANU-PF und der Militärführung, die in der vergangenen Woche geputscht hatte.

apa/dpa

stol