Entscheidend ist vielmehr, wie wir dazu stehen.<BR /><BR /><b>Von Doris Ebner</b><BR /><BR />Es gibt Dinge, die könnten wir stundenlang tun – und das, obwohl sie uns jede Menge Kraft, Konzentration oder Ausdauer abverlangen. Und dann gibt es Dinge, bei denen wir die Verspannung im Nacken und das Rumpeln im Bauch bereits spüren, wenn wir nur daran denken.<BR /><BR /> Egal mit wie wenig Aufwand sie tatsächlich verbunden sind, am Ende ist es immer zu viel. Unsere Energiereserven schrumpfen, als hätte sie uns jemand langsam, aber gezielt aus dem Körper gesaugt. Der Wunsch nach Erholung wird laut. Aber so richtig. Denn eine halbe Stunde Powernap genügt in diesen Fällen meistens nicht. <BR /><BR />Vielleicht können Sie sich noch an den Beitrag der vergangenen Woche erinnern, in dem wir darüber gesprochen haben, dass Motivation und die Frage nach dem Warum eng miteinander verknüpft sind. Nur wenn wir einen tieferen Sinn hinter einer Tätigkeit oder einer Veränderung erkennen, sind wir auch gewillt, dauerhaft dranzubleiben und eventuelle Hindernisse auf dem Weg zu überwinden. <BR /><BR />Ist dies hingegen nicht der Fall, werfen wir meistens relativ bald das Handtuch und wenden uns anderen Aufgaben zu. Was uns nämlich keine Kraft oder kein gutes Gefühl gibt, nimmt uns oftmals etwas weg – und das lassen wir nicht zu, zumindest nicht freiwillig. <h3>Räuber identifizieren</h3>Doch was ist, wenn die Entscheidung gar nicht bei uns liegt? Wenn wir gewissermaßen gezwungen werden, uns mit Dingen zu konfrontieren, die uns eigentlich widerstreben? Wenn wir zwar viel lieber etwas anderes machen würden, das Hamsterrad sich aber unaufhörlich weiter und weiter dreht? <BR /><BR />Dann kann es in einem ersten Schritt sinnvoll sein, sich Klarheit über die Situation zu verschaffen. Denn auch wenn das Ganze ausweglos scheint, kann in vielen Fällen doch an der einen oder anderen Stellschraube gedreht werden. <BR /><BR />Sollten Sie häufiger Tage erleben, von denen Sie sich nur schwer und mühevoll wieder erholen, schnappen Sie sich einen Stift und ein Blatt Papier und gehen Sie den jeweiligen Ablauf Schritt für Schritt durch.<BR /><BR /> Schreiben Sie alle Tätigkeiten, die Sie verrichtet haben, untereinander auf und ordnen Sie sie dann unterschiedlichen Kategorien zu. Jene Dinge, die Ihnen Energie und Freude schenken, erhalten ein Plus, jene, die Sie als kräftezehrend empfinden, hingegen ein Minus.<BR /><BR /> „Neutrale“ Tätigkeiten können Sie mit einem Querstrich kennzeichnen. Sehen Sie sich anschließend die unterschiedlichen Zuteilungen an und beobachten Sie, ob auf der einen oder anderen Seite ein Überschuss herrscht. So gelingt es Ihnen leichter, mögliche Energieräuber zu identifizieren. Was Sie dann damit machen, sehen wir uns in der nächsten Woche etwas genauer an.<BR /><h3> Zur Person</h3><BR /><div class="img-embed"><embed id="1172901_image" /></div> <BR />Doris Ebner ist diplomierte Neuromentaltrainerin. Im Rahmen ihrer Ausbildung hat sie ihre Faszination für die Gehirnforschung und die Kraft der Gedanken entdeckt und erfahren, welche Möglichkeiten darin verborgen liegen. Ihre besondere Begeisterung gilt dem Bereich der Persönlichkeitsentwicklung, weshalb sie mit Leidenschaft ihr Wissen an andere Menschen weitergibt und sie auf dem Weg in ein selbstbestimmtes Leben unterstützt. Zudem hat Doris Ebner Germanistik und Musik studiert und arbeitet als Redakteurin.