Freitag, 04. November 2016

München: Polizei räumt Protestcamp von Flüchtlingen im Hungerstreik

Die Polizei in München hat am Freitag mit der Räumung eines Protestcamps von Flüchtlingen in der Innenstadt begonnen. Hintergrund ist, dass schon mehrere der Flüchtlinge im Hungerstreik im Krankenhaus versorgt werden müssen, die Teilnehmer auch aufs Trinken verzichten wollen und es in der Nacht kalt werden soll. „Eine Gefahr für Leib und Leben kann nicht mehr ausgeschlossen werden“, sagte ein Polizeisprecher.

Die Polizei in München hat am Freitag mit der Räumung eines Protestcamps von Flüchtlingen in der Innenstadt begonnen.
Die Polizei in München hat am Freitag mit der Räumung eines Protestcamps von Flüchtlingen in der Innenstadt begonnen. - Foto: © shutterstock

Am Vormittag hatte die Organisation „Refugee Struggle for Freedom“ mitgeteilt, die etwa 80 Flüchtlinge wollten nach fünf Tagen im Hungerstreik nun auch aufs Trinken verzichten – wenn die Politik sie weiter ignoriere.

Die Flüchtlinge hatten unter anderem ein Bleiberecht und ein Ende von Abschiebungen in vermeintlich sichere Herkunftsländer gefordert.

Bei einem Protestmarsch quer durch Bayern in den vergangenen Wochen waren sie unter anderem nach Nürnberg vors Bundesamt für Migration und Flüchtlinge gezogen

dpa

stol