Donnerstag, 09. April 2015

Münchner Terror-Angeklagter "wollte als Märtyrer sterben“

In einem Terrorprozess in München hat der junge Angeklagte gestanden, nach Syrien in den Dschihad („heiligen Krieg“) gereist zu sein.

Der 21-Jährige wollte als Märtyrer sterben.
Der 21-Jährige wollte als Märtyrer sterben.

„Ich wollte damals als Märtyrer sterben, das war mein Ziel“, sagte der 21-jährige Deutsch-Türke am Donnerstag vor dem Oberlandesgericht.

„Man sagt, das dauert nicht lange.“ Auch wegen der Jungfrauen im Paradies, die ihm versprochen worden seien, habe er den Märtyrertod angestrebt. „Ich habe gedacht: Märtyrer – und durch.“
In Deutschland habe er von Gräueltaten des Regimes von Baschar al-Assad gehört und in Syrien helfen wollen, sagte der gebürtige Münchner.

Über die Türkei sei er nach Syrien in ein Terrorcamp der Al-Nusra-Front gereist, dem syrischen Ableger von Al-Kaida.

Der Mann ist wegen Vorbereitung einer schweren staatsgefährdenden Gewalttat und Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung im Ausland angeklagt. Ziel der Al-Nusra-Front sei es, „einen Gottesstaat unter Geltung der Scharia zu errichten“, heißt es in der am Donnerstag verlesenen Anklageschrift.

dpa

stol