Dienstag, 23. Juni 2015

Multikulturelles Rom: Zahl der Migranten seit 2000 verdoppelt

Rom erlebt einen tief greifenden multikulturellen Wandel. Seit 2000 hat sich die Zahl der in der italienischen Hauptstadt lebenden Ausländer um 115 Prozent mehr als verdoppelt, geht aus einer Studie des Statistikamts Censis hervor.

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363.563 Ausländer lebten in der Ewigen Stadt im vergangenen Jahr. Vor fünfzehn Jahren waren es noch 194.000.

Ausländer machen 12,7 Prozent der Metropole mit 3,5 Millionen Einwohner aus. 24,3 Prozent der Migranten, sind Rumänen, die mit 88.000 Personen die größte ausländische Gemeinschaft Roms bilden, berichtete Censis. Große ausländische Gemeinschaft in Rom bilden Staatsangehörige aus den Philippinen, Bangladesch, China und Peru.

In der Censis-Studie wird vor der Gefahr gewarnt, dass sich einige römischen Peripherie-Vierteln in Ghettos nach Modell der Banlieus in Paris entwickeln könnten, die von hoher Jugendarbeitslosigkeit, schlechter Infrastruktur, Kriminalität und hohem Migrantenanteil geprägt sind. In einigen römischen Vorstadt-Vierteln sei die Zahl der Migranten seit 2007 um 128 Prozent gestiegen.

apa

stol