Dieses Verhalten scheint nicht ganz nachvollziehbar zu sein: Obwohl die Mehrheit der Konsumenten in Deutschland den großen Online-Plattformen aus China misstraut, hat mehr als ein Drittel bereits bei Temu bestellt und jeder Fünfte bei Shein. Das hat eine neue Studie des bekannten Instituts für Handelsforschung IFH in Köln ergeben.<BR /><BR />Das Bauchgefühl sagt also Nein, aber der Warenkorb trotzdem Ja. Besonders bei körpernahen Produkten wie Kosmetik, Lebensmitteln oder Babyartikeln sind die Sicherheitsbedenken bei rund 90 Prozent enorm hoch. 28 Prozent der Befragten sehen bei Temu aber dennoch ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis.<BR /><BR />Das Vertrauen wächst sogar leicht: 16 Prozent gaben an, Temu heute stärker zu vertrauen als noch vor einigen Jahren, getrieben vor allem durch eigene Erfahrungen und Empfehlungen aus dem persönlichen Umfeld.Es ist somit noch viel Sensibilisierungsarbeit zu leisten, gepaart mit einschneidenden politischen Entscheidungen auf EU-Ebene – für mehr fairen Wettbewerb und Produktsicherheit zum Schutz der eigenen Gesundheit.<h3> Streaming und Telemedizin</h3>Dass mit unserer Gesundheit auch ein Geschäft zu machen ist, zeigt aktuell ein anderer Online-Riese auf einer anderen Seite der Weltkugel: Amazon integriert mit „Health AI“ einen KI-gestützten Gesundheitsassistenten in seine US-Plattform.<BR /><BR />Das System verarbeitet nach Zustimmung individuelle Gesundheitsdaten, erklärt Laborwerte, erkennt Medikamentenwechselwirkungen und bucht Arzttermine. Prime-Mitglieder erhalten bis zu fünf kostenlose Arztbesuche im Gegenwert von 145 Dollar (rund 126 Euro) sowie das Medical-Abonnement für 99 statt 199 Dollar. Gesundheit wird damit zum Baustein von Prime: Streaming, Versand und nun auch Sprechstunden.<h3> Ratenkauf ist „in“</h3>Ob man für Gesundheit in Zukunft auch in Raten zahlen können wird? Wer weiß. In Europa ist auf jeden Fall ein Ratenkauf Alltag: Jeder zweite Europäer nutzt bereits Ratenzahlungen oder Pay-Later-Dienste, so eine von einem deutschen Onlinemagazin mit Sitz in Hamburg in Auftrag gegebene Befragung. Elektronik ist die beliebteste Kategorie – in Deutschland finanzieren 50 Prozent der Nutzer Technik auf Raten, in Österreich und Deutschland greift jeder Vierte auch bei Mode zur Ratenzahlung.<BR /><BR />Nicht weit davon entfernt ist Italien: Hier zahlen 41 Prozent der Kunden auf Raten, 20 Prozent sogar monatlich. Auf die Frage, aus welchen Gründen eine Ratenzahlung genutzt wird, antworten 22 Prozent der befragten Italiener mit: „Ich kann mir das Produkt/die Dienstleistung sonst nicht leisten.“<h3> Meist ab 250 Euro</h3>Raten-Lösungen werden in Europa übrigens meist ab rund 250 Euro genutzt, das ist in allen untersuchten EU-Ländern die häufigste Antwort.<BR /><BR />Am Ende läuft es immer auf dieselbe Grundfrage hinaus: Wann lohnt es sich, jetzt zu kaufen und später zu zahlen? Und während diese Frage vielen Menschen im Kopf herumschwirrt, laufen zahlreiche auf Raten gekaufte Fernseher in zahlreichen Haushalten weiter. Und die Rechnung im Hintergrund auch.<BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1307805_image" /></div>