Sonntag, 02. August 2015

Facebook-Boss lockert eigene Privatsphäre-Einstellung

Mark Zuckerberg lebt vor, was er schon lange von Facebook-Nutzern erwartet: Mehr Offenheit oder mehr Selbstdarstellung im Privatleben.

Foto: © APA/AP

Zusammen mit der freudigen Ankündigung, er werde bald Vater, gab der 31 Jahre alte Gründer des weltgrößten Online-Netzwerks auch preis, dass seine Frau Priscilla in den vergangenen Jahren drei Fehlgeburten erlitten habe.

„Es ist eine einsame Erfahrung“, schrieb Zuckerberg – bis das Paar sich Freunden anvertraut und festgestellt habe, dass mehr Menschen als gedacht ein solches Schicksal widerfahre. „In der heutigen offenen und verbundenen Welt trennen uns solche Dinge nicht mehr, sondern sie bringen uns zusammen.“ Die Wortwahl ist kaum zufällig: Die Welt „offener und vernetzter“ zu machen, ist die von Zuckerberg ausgerufene Mission von Facebook.

Es ist das zweite Mal, das jemand aus der Facebook-Spitze seine Gefühle vor Hunderten Millionen Menschen ausschüttet. Erst vor wenigen Monaten verabschiedete sich Zuckerbergs rechte Hand Sheryl Sandberg in mehreren aufwühlenden Facebook-Einträgen von ihrem bei einem Sportunfall gestorbenen Ehemann David Goldberg.

apa/dpa

stol