Dienstag, 29. März 2016

FBI knackt das iPhone des Killers ganz ohne Apple

Der aufsehenerregende Streit zwischen Apple und der US-Regierung um das Entsperren des iPhones eines toten Attentäters ist vorerst beendet.

Foto: © APA/EPA

Dem FBI sei es gelungen, an Daten auf dem Telefon zu kommen, Unterstützung von Apple werde nicht mehr gebraucht, hieß es in Gerichtsunterlagen vom Montag.

Wie’s geht, bleibt geheim

Die US-Behörden hatten bereits vergangene Woche mitgeteilt, dass ihnen ein Weg dazu vorgeschlagen worden sei. Wer der Helfer ist und wie die Methode funktioniert, wurde bisher nicht bekannt. Die Behörden verzichten damit auf das Gerichtsverfahren gegen Apple.

Apple war Mitte Februar von der Richterin in dem Verfahren angewiesen worden, dem FBI beim Entsperren eines iPhones 5C zu helfen, das vom Attentäter von San Bernardino genutzt worden war. Er hatte in der kalifornischen Stadt mit seiner Frau 14 Menschen getötet.

Apple wollte keinen Präzedenzfall

Die Behörden wollten vor allem, dass Apple per Software-Eingriff die Funktion aushebelt, die den Dateninhalt eines Telefons löscht, wenn zehn Mal ein falsches Passwort eingegeben wird.

Apple wehrte sich vehement dagegen und sah die Gefahr, dass ein Präzedenzfall geschaffen werden soll, um generell den Zugriff der Sicherheitsbehörden auf die iPhones zu erleichtern. Laut Konzernchef Tim Cook hat sein Unternehmen die Pflicht, die Daten seiner Kunden gegen den Zugriff der US-Behörden zu schützen.

apa/dpa/afp/reuters

stol