Montag, 19. Februar 2018

Gesteuerte Kommentare in sozialen Netzwerken kein Einzelfall

Gesteuerte negative Kommentare über Fernsehbeiträge in sozialen Netzwerken sind nach Einschätzung von ARD-Experten kein Einzelfall. Hinweise darauf seien etwa eine Vielzahl ähnlicher, zum Teil wortgleicher Kommentare, sagte Patrick Gensing, Leiter des Faktenfinder genannten Verifikationsteams von ARD-aktuell in Hamburg, am Montag.

Gesteuerte negative Kommentare über Fernsehbeiträge in sozialen Netzwerken sind nach Einschätzung von ARD-Experten kein Einzelfall.
Gesteuerte negative Kommentare über Fernsehbeiträge in sozialen Netzwerken sind nach Einschätzung von ARD-Experten kein Einzelfall. - Foto: © shutterstock

Am Beispiel des TV-Films „Aufbruch ins Ungewisse“, den das Erste am vergangenen Mittwoch zeigte, habe sich nachvollziehen lassen, wie die Verabredungen zu einer solchen gezielten Einflussnahme auf die Diskussion etwa auf Facebook funktioniere.

In diesem Fall sei vorab bekannt gewesen, dass ein systematisches abwertendes Kommentieren des Films von rechten Medienaktivisten geplant gewesen sei, sagte Gensing. Nach Erkenntnissen der Faktenfinder-Redaktion hatten sich rechte Aktivisten auf einer Chat-Plattform dazu verabredet, die Diskussion über „Aufbruch ins Ungewisse“ zu steuern. Bereits vorab seien sogenannte Memes produziert worden – veränderte und zum Teil mit sarkastischen Kommentaren versehene Fotos.

dpa

stol