Netflix bietet einen Videostreaming-Dienst an, bei dem Filme und Serien für eine monatliche Abogebühr direkt aus dem Internet abgespielt werden. In den USA ist Netflix der Platzhirsch in diesem Geschäft, unter anderem wegen selbst produzierter Serien wie „Orange is the New Black“ oder „House of Cards“. Netflix startet in der aktuellen Expansionsrunde in Europa auch in Österreich, Frankreich, Belgien und Luxemburg. Ab 7,99 Euro monatlich kann das Angebot des US-Unternehmens in Österreich genutzt werden. Monatsabos sind in der Schweiz ab 11.90 Franken (9,84 Euro) erhältlich.Wir geben den Leuten die Kontrolle“, meinte CEO Reed Hastings bei der Präsentation von Netflix in Wien gegenüber der APA. Damit ist das Grundprinzip des Dienstes bereits umrissen: Der Nutzer wählt aus einer Vielzahl an Serien und Filmen oder dem umfangreichen Kinderprogramm aus und kann die Formate auf verschiedenen Endgeräten streamen.Angesichts anderer Marktteilnehmer wie Maxdome, Snap by Sky oder dem für das Frühjahr angekündigten ORF-Angebot Flimmit zeigte sich Hastings unbeeindruckt. „Wir sind bereits solange im Streaming-Geschäft und das funktioniert sehr gut.“ Nicht die größte Auswahl, sondern die Qualität der Unterhaltung entscheide.Dass er die Erstausstrahlungsrechte für die Erfolgsserie „House of Cards“ im deutschsprachigen Raum an Sky abtreten musste, wurmt Hastings erst auf konkrete Nachfrage: „Auf gewisse Weise ist es tragisch.“ Dass die entsprechenden Rechte wieder zu Netflix zurückwandern, glaubt er indes nicht.Neben Serien und Hollywood-Filmen umfasst das Angebot in Österreich auch Filme wie „Cache“ von Michael Haneke oder „Whores' Glory“ von Michael Glawogger. Ob weitere heimische Produktionen angekauft werden, könne man derzeit noch nicht sagen, heißt es. Gleiches gelte für Eigenproduktionen, wobei eine deutschsprachige Serie bereits in Aussicht gestellt wurde. Letztlich entscheide der Geschmack der Nutzer: „Wir geben die Programmierung in ihre Hände.“In Südtirol noch nicht zu sehenIn Südtirol ist der Dienst noch nicht abspielbar, da Computer hierzulande eine italienische IP-Adresse haben. Und in Italien hat Netflix noch Probleme bei der Abklärung von TV-Rechten. Eine Lösung ist nicht vor Anfang Oktober zu erwarten. Dann nämlich wird Hastings in Brüssel den Chef von Telecom Italia, Marco Patuano, treffen. Bis dahin bleibt den Nutzern auf italienischem Staatsgebiet nur eines: Abwarten. Oder einen der technischen Tricks zu versuchen, mit denen man die IP umgeht. Nach Medienberichten in Italien tun das jetzt schon eine ganze Menge Nutzer.apa/dpa/stol