Samstag, 07. Oktober 2017

Russische Buchbranche leidet unter Raubkopien

Der russische Buchhandel erleidet massive Verluste durch Raubkopien im Internet. Durch illegale Downloads verliert die Branche ein Fünftel ihres potenziellen Umsatzes.

Der Schaden durch die Piraterie belaufe sich auf 200 Millionen Euro, so Oleg Nowikow, Chef der größten russischen Verlagsgruppe.
Der Schaden durch die Piraterie belaufe sich auf 200 Millionen Euro, so Oleg Nowikow, Chef der größten russischen Verlagsgruppe. - Foto: © shutterstock

Oleg Nowikow, Chef der größten russischen Verlagsgruppe Eksmo/AST, der Deutschen Presse-Agentur in Moskau, stellt fest: „99 Prozent aller Downloads sind Raubkopien.“ Nowikow sieht dies als „tödliche Gefahr für unsere Nationalliteratur“.

Für ausländische Autoren seien die Erlöse auf dem russischen Markt vielleicht nicht entscheidend, für die einheimischen Schriftsteller schon. Nach seinen Angaben setzt die Branche jährlich etwa 70 Milliarden Rubel (1,03 Milliarden Euro) um. Das würde einen Schaden von etwa 200 Millionen Euro durch die Piraterie bedeuten.

apa/dpa

stol