Donnerstag, 23. März 2017

„Spiegel“ Trump-Cover kein Pressekodex-Verstoß

Der „Spiegel“ hat mit seinem Titelbild, auf dem US-Präsident Donald Trump die Freiheitsstatue köpft, nicht gegen den Pressekodex verstoßen.

Die Beschwerden dagegen seien unbegründet, entschied der Deutsche Presserat am Donnerstag. Die Karikatur sei zwar provokant, aber ein von der Meinungsfreiheit gedeckter Beitrag im Rahmen der politischen Berichterstattung, teilte der Presserat mit.

Der „Spiegel“ hatte Trump Anfang Februar in einer Illustration als Henker der Freiheitsstatue gezeigt, in der einen Hand deren abgetrennten Kopf, in der anderen ein Messer. Die Kritik daran lautete, die Darstellung sei diffamierend und ehrverletzend. Beide Vorwürfe treffen nach Ansicht des Presserats nicht zu.

Als ebenfalls unbegründet wies der Presserat eine Beschwerde gegen ein Titelbild der Deutschlandausgabe von „Charlie Hebdo“ zurück. Das Satiremagazin hatte die deutsche Kanzlerin Angela Merkel mit dem abgeschnittenen Kopf des SPD-Kanzlerkandidaten Martin Schulz in der Hand gezeigt.

apa/dpa

stol