Mittwoch, 05. August 2015

Spielemesse „Gamescom“ startet in Köln: Spielebrillen als neuer Trend

Spannende Abenteuer nach einer missglückten Zeitreise, Helden in einer Fantasy-Welt an der Seite feuerspeiender Drachen oder das neue Star-Wars-Abenteuer: Auf der Spielemesse Gamescom in Köln können Gamer zahlreiche neue Spiele ausprobieren, die in den kommenden Monaten auf den Markt kommen. Auch heuer stehen Spiele für die großen Konsolen – Microsofts XBox und die Playstation von Sony – im Vordergrund.

Foto: © LaPresse

Bereits einen Tag vor dem Start der Spielemesse stellte Microsoft am Dienstag neue Titel für die Xbox One vor. Es sei die größte neue Auswahl in der Geschichte der Konsole, sagte Xbox-Chef Phil Spencer. Mit opulenten Abenteuern wie „Quantum Break“, „Crackdown 3“ oder „Scalebound“ will der Softwarekonzern die Spielergemeinde für sich gewinnen.

Konkurrent Sony verzichtete in diesem Jahr auf eine eigene Präsentation. Die Gamescom sei diesmal einfach zeitlich zu nah an der amerikanischen Spielemesse E3 in Los Angeles, sagte Uwe Bassendowski, Deutschland-Chef von Sony Computer Entertainment, der dpa. „Damit wären wir unserem eigenen Anspruch, viele Neuheiten zu zeigen, nicht gerecht geworden.“

Die Spiele seien immer umfangreicher und komplexer, hat Sony-Mann Bassendowski auf der Gamescom beobachtet. Es gebe weniger Spiele als früher, doch die einzelnen Titel blieben länger im Programm. Dieser Trend gebe auch mehr Spielraum für den Aufbau der Spiel-Geschichten. Mit Erweiterungs-Packs versuchten die Anbieter großer Spiele, die hohen Kosten für die Entwicklung wieder einzuspielen. Aber auch betagte Titel wie „Guitar Hero“ erlebten heute ein Comeback.

Als Trend in der digitalen Spielebranche gelten aktuell auch Produkte aus dem Bereich „virtuelle Realität“. Mit Hilfe von Brillen taucht der Spieler direkt in eine digitale Umgebung ein. Doch auch wenn im kommenden Jahr bereits erste Angebote auf den Markt kommen sollen, sieht Bassendowski die Technologie noch in den Kinderschuhen.

In der Entwicklung der Hardware sei man schon sehr weit, sagte der Sony-Manager. In Köln zeigt Sony die neue Version seiner 3D-Datenbrille Project Morpheus. In der Entwicklung sinnvoller Spielekonzepte stehe man aber noch am Anfang. „Die Spiele müssen sehr durchdacht sein.“ Da die Spieler komplett in eine andere Welt eintauchen, müsse zuvor geklärt werden, „wo der Spaß aufhört und der Stress anfängt“. „Wir sind noch am Anfang der Reise, und die Reise wird sehr lange dauern.“

dpa

stol