Einfach hinstellen, zur Sicherheit mehrere Male abdrücken und dann das beste Foto aussuchen: Das funktioniert schon bei Tag eher schlecht als recht, und in der Nacht ist die Sache mit dem Fotografieren noch kniffliger. Fabian Dalpiaz verrät, wie Sie mit Smartphone oder Fotoapparat bessere Chancen auf beeindruckende Bilder haben. Hier sind seine 5 Tipps – und ein Extratipp für alle, die gleich loslegen wollen.<BR /><BR /><b>1. Einen dunklen Ort wählen</b><BR /><BR />Die bekannte „Lichtverschmutzung“ durch künstliches Licht ruiniert auch Nachtfotos. Also möglichst außerhalb der Siedlungen einen Platz zum Fotografieren suchen! „Das größte Problem sind Straßenlaternen“, sagt Dalpiaz. <BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="960568_image" /></div> <BR /><BR /><b>2. Längere Belichtungszeit</b><BR /><BR />Einfach knipsen bringt in der Nacht wenig bis rein gar nichts. Denn der Sensor des Smartphones oder der Digitalkamera braucht eine längere Zeit, um das wenige Licht einzusammeln und daraus Bildinformationen zu machen. Der Lohn der Mühe: Auf dem Foto sind später Sachen zu sehen, die das Auge im Dunkeln gar nicht wahrnimmt – also zum Beispiel eine aufregend farbige Milchstraße.<BR />Die meisten <Fett>Smartphones</Fett> haben einen Nachtmodus, „dabei werden mehrere Fotos geschossen und dann zu einem einzigen Bild zusammengerechnet“, erklärt Dalpiaz. <BR />Wer mit einer <b>Digitalkamera</b> fotografiert, muss in der Nacht auf die Automatik verzichten. „Ideal ist eine Belichtungszeit zwischen 20 und 30 Sekunden“, so der Kastelruther Fotoprofi. Dazu eine möglichst offene Blende (bei den meisten Kameras 2,8 oder 3,5) und ein ISO-Wert von etwa 3200. Auch beim Fokussieren (Scharfstellen) muss die Automatik raus, denn in der Nacht findet sie keinen Punkt, um das Foto scharf zu kriegen. Der Tipp von Fabian Dalpiaz: Die Kamera auf einen entfernten Punkt fokussieren lassen und dann den Autofokus abschalten. <BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="960646_image" /></div> <BR /><BR /><b>3. Anlegen, auflegen oder Stativ</b><BR /><BR />Bei längeren Belichtungszeiten besteht die Gefahr, dass das Bild verwackelt und damit unscharf wird. Also: Irgendwo anlehnen oder im Idealfall ein Stativ verwenden. <BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="960574_image" /></div> <BR /><BR /><b>4. Einen Vordergrund wählen</b><BR /><BR />Natürlich kann auch der nächtliche Himmel allein als Motiv eingefangen werden. „Interessanter wird ein Foto aber, wenn ich dem Betrachter einen Bezugspunkt zur Umgebung gebe, in der es aufgenommen wurde“, sagt Dalpiaz. Er nimmt daher meist ein Motiv in der Nähe mit aufs Bild, zum Beispiel einen Baum, eine Almhütte usw. <BR /><BR /><b>5. Probieren und das Erlebnis genießen<BR /><BR /></b>Früher, als es noch Filme gekauft, gewechselt und entwickelt werden mussten, ging das ja ins Geld. Im Zeitalter der digitalen Fotografie kostet das so gut wie nichts. Also: herumprobieren, viele Bilder schießen! „Nachtfotografie ist immer auch ein Erlebnis: In die weite Ferne schauen und überlegen, wie klein wir doch im Grunde sind“, sagt der Kastelruther. <BR /><BR />Und für alle, die mit der Nachtfotografie gleich loslegen und dabei vielleicht sogar das nächste Polarlicht über Südtirol einfangen könnten (eher unwahrscheinlich), hat Dalpiaz noch einen Tipp: „Am Mittwoch könnten die Bedingungen wieder sehr gut sein: Klarer Himmel, es wird schnell dunkel und der Mond geht am Donnerstag erst um 2.39 Uhr auf.“ Gute Chancen also für spektakuläre Nachtbilder!<BR /><BR /><BR /><BR /><BR /><BR /><BR /><BR /><BR /><BR />