Mittwoch, 19. Februar 2020

Museum zu Ehren Andreas Hofers wird in Mantua eröffnet

Genau 210 Jahre nach seinem Tod weiht die lombardische Stadt Mantua am Mittwochnachmittag ein Museum zu Ehren des Tiroler Volkshelden Andreas Hofer ein. Das Museum befindet sich unweit der Porta Giulia, dem letzten Rest der Vorstadtfestung aus dem 16. Jahrhundert. Hier wurde Hofer am 20. Februar 1810 hingerichtet.

Vor 210 Jahren wurde Andreas Hofer in  Mantua hingerichtet.
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Vor 210 Jahren wurde Andreas Hofer in Mantua hingerichtet. - Foto: © Museum Passeier
Die Landeshauptleute der 3 Euregioländer Südtirol, Tirol und Trentino, Arno Kompatscher, Günther Platter, und Maurizio Fugatti, eröffnen gemeinsam mit dem Präsidenten der Lombardei, Attilio Fontana, den Ausstellungskomplex. Dabei handelt es sich um drei große Räumlichkeiten in der Porta Giulia im Mantuaner Stadtteil Cittadella. Bei der feierlichen Zeremonie anwesend ist auch der Direktor der Tiroler Landesmuseen Peter Assmann, der bis zum vergangenen Oktober Leiter des Palazzo Ducale in Mantua war und einen großen Beitrag bei der Entwicklung des Projekt des Hofer-Museums geleistet hat.

Hofer wurde nach einem Prozess vor einem französischen Militärgericht zum Tode verurteilt und am 20. Februar 1810 nahe der Porta Giulia hingerichtet. Dort finden am Todestag Hofers seit Jahrzehnten regelmäßig Gedenkfeiern statt. Die Porta Giulia befindet sich am Eingang des Naturschutzgebiets „Parco del Mincio“ und unweit des Radwanderwegs, der Mantua mit der Ortschaft Peschiera del Garda am Gardasee verbindet, einem Areal von großem touristischem Interesse. Die Räumlichkeiten des Museums wurden von der Gemeinde Mantua zur Verfügung gestellt. Das Museumsprojekt wurde von Euregio mitfinanziert.

Das Museum enthält Objekte des Tiroler Sammlers Martin Reiter, der in über zehn Jahren mehr als 2.555 Objekte zum Mythos Andreas Hofer gesammelt hat – von Originalwaffen aus dem 18. Jahrhundert bis hin zu Gegenständen aus der neueren Zeit. Die Sammlung besteht aus Schriftstücken, Bildern und Zeichnungen.

Der Arbeitsgruppe zur Umsetzung des Museumsprojekts gehören namhafte Historiker und Experten aus den drei Ländern der Europaregion und der Stadt Mantua an, wie Siegfried de Rachewiltz, ehemaliger Direktor von Schloss Tirol, Franco Marzatico, der Landeskonservator des Trentino, und Benedikt Erhard, ehemaliger Direktor der Kulturabteilung des Landes Tirol.

Andreas Hofer, der Passeier Sandwirt, führte Anfang des 19. Jahrhunderts die Aufstandsbewegung gegen die bayerische und französische Besetzung Tirols an und gilt daher als Integrationsfigur für alle drei Landesteile. Seit über 3 Jahrzehnten richtet der Südtiroler Schützenbund die Gedenkfeier am Todestag Hofers aus.

Aufruf zur Teilnahme an Andreas Hofer Gedenkfeiern

In der gesamten Europaregion Tirol finden am Wochenende und insbesondere am 20. Februar wiederum zahlreiche Andreas-Hofer-Gedenkfeiern statt.

Die Gedenkfeiern sollen nicht nur dem Gedenken an den Tod von Andreas Hofer dienen, sondern auch dem Bewusstsein dafür, wofür diese Menschen gekämpft haben und Zeichen sein für die Verbundenheit Tirols mit dem Vaterland Österreich.

Die Plattform Heimat in der SVP ruft daher alle Tiroler Landsleute auf, sich an den Andreas-Hofer-Gedenkfeiern in der jeweiligen Gemeinde zu beteiligen und die Tiroler Fahne zu hissen

apa/stol