Seine Familie emigrierte nach Deutschland, als Aleksey sechs Jahre alt war. Mit zwölf wurde er an der international renommierten „Yehudi Menuhin School“ in der Nähe Londons aufgenommen. Von 1989 bis 1998 studierte Aleksey Igudesman Violine bei Boris Kuschnir am Konservatorium Wien.Igudesman ist ein Multitalent. Als Violinvirtuose, Komponist, Dirigent, Schauspieler und Filmemacher hat er sich einen Namen gemacht. Dabei hat er mit vielen Musikgrößen wie Bobby McFerrin, Billy Joel, Oscar-Preisträger Hans Zimmer und Stargeigern wie Julian Rachlin, Gidon Kremer, Joshua Bell u.v.a. zusammengearbeitet und musiziert.Seine Kompositionen werden von Orchestern weltweit aufgeführt und sind in Disney-Filmen wie „Madagascar 3“ zu hören. Sein Filmregiedebüt „Noseland“ mit Julian Rachlin, John Malkovich und Roger Moore lief 2012 auf diversen Filmfestivals und kam 2014 in die Kinos.Was macht seine Konzerte so besonders?Aleksey Igudesman verbindet Humor mit klassischer Musik auf höchstem Niveau und spielt sein komödiantisches und schauspielerisches Talent aus, um seinem Publikum klassische Musik näher zu bringen. Er ist Teil des Streichertrios "Triology" und gründete die "Music & Comedy Company". In Zusammenarbeit mit befreundeten Musikern inszeniert er Shows, die klassische Musik mit Comedy und Theater verbinden. So gelingt es ihm ein breites und junges Publikum zu erreichen und gleichzeitig die traditionsbewussten Zuhörer zum Staunen zu bringen und zu begeistern.In einem Interview meinte Igudesman: „Wir wollen Werke und Konzerte kreieren, wie wir sie gerne hören würden. Dabei gehen wir die Sachen sehr genau an und schauen, dass es musikalisch wirklich innig ist. Und auch, wenn es humoristisch ist, muss es auf höchstem Niveau komponiert, arrangiert und gespielt sein. Jede Note muss eine Intention haben, so, als würden wir das Brahms-Requiem spielen. Wir nehmen unseren Humor extrem ernst. Wir wollen nie lustig sein, sondern wir begeben uns in diese lustigen Situationen. Wir haben uns auch nie vorgenommen, jetzt machen wir eine Show, dann kommen ganz viele Leute, dann verdienen wir ganz viel Geld. Für uns war der Ausgangspunkt immer: Was können wir machen, das kreativ und artistisch ist und die Kombination von vielen Musikstilen, aber gleichzeitig humoristisch und theatralisch? Unser Zugang ist immer noch rein künstlerisch. Da war nie ein kommerzieller Gedanke dahinter."Beim Konzert am Silvesterabend unter dem Motto „Fasten seatbelts“ im Waltherhaus entführen Aleksey Igudesman und sein Überraschungsgast das Publikum auf eine Reise in Igudesmans Heimat und in die ganze Welt. Präsentiert werden eigene Arrangements und humorvolle Kompositionen für Violine solo, die man von einem Geiger so nicht erwarten würde. „Ich bin in Sankt Petersburg geboren. Damals wurde es tatsächlich Leningrad genannt. Und davor Petrograd. Und davor Hetrograd, Metrograd, Sexograd und Rom. Aber das war vor langer Zeit …“Igudesman nimmt die verrückte Seite der klassischen Musikszene genau unter die Lupe: Mit schrulligem Humor und bizarrer Virtuosität führt er das Publikum näher an das heran, was klassische Musik ursprünglich wollte: unterhalten und unser Leben bereichern.Termin: 31.12.205, 20 Uhr, Bozen, WaltherhausKarten: in allen Athesia Buchhandlungen, online unter ticketone.it oder im Südtiroler Kulturinstitut.Infos unter 0471 313800, im Internet: www.kulturinstitut.orgUnterstützt wird das Gastspiel von Stiftung Südtiroler Sparkasse, subventioniert von der Südtiroler Landesregierung, Abteilung Deutsche Kultur.