Dienstag, 16. Januar 2018

Mutmaßliche Brandanschläge auf Kapellen bei Papstbesuch in Chile

Zwei Kapellen sind in Chile wenige Stunden nach der Ankunft des Papstes mutmaßlich durch Brandanschläge zerstört worden. Die beiden Kapellen in der Umgebung der südchilenischen Ortschaft Cunco gingen am frühen Dienstag zeitgleich in Flammen auf, erklärte Feuerwehrchef Pablo Oakley dem Sender Radio Cooperativa.

Der Papst besucht während seines Aufenthaltes die Mapuche-Ureinwohner, die seit Jahrzehnten die Rückgabe von Ländereien fordern.
Der Papst besucht während seines Aufenthaltes die Mapuche-Ureinwohner, die seit Jahrzehnten die Rückgabe von Ländereien fordern. - Foto: © APA/AFP

Da die Tempel total niedergebrannt seien, werde es nicht einfach sein, die Brandursachen festzustellen. Am Wochenende waren mehrere Kirchen in Santiago de Chile mit Brandsätzen angegriffen worden, die geringe Schäden verursachten. Die Täter dieser Anschläge hinterließen Flugblätter gegen den Papstbesuch, in denen auch Autonomieansprüche der indigenen Mapuche unterstützt wurden.

Papst Franziskus will während seines dreitägigen Besuchs in Chile am Mittwoch in Temuco, 50 Kilometer von Cunco entfernt, mit Mapuche-Vertretern zusammenkommen. Die Ureinwohner fordern seit Jahrzehnten die Rückgabe von Ländereien.

apa/dpa

stol