Samstag, 17. Februar 2018

Mutmaßlicher Gasangriff der Türkei auf syrisches Dorf

Die Kurdenmiliz YPG hat nach eigenen Angaben Hinweise auf einen Gasangriff des türkischen Militärs auf ein Dorf in der syrischen Region Afrin. Bei dem Beschuss nahe der türkischen Grenze seien am Freitag 6 Menschen verletzt worden, sagte ein YPG-Sprecher. Sie hätten Atemprobleme und zeigten weitere Symptome eines Gasangriffs.

Bei dem mutmaßlichen Gasangriff nahe der türkischen Grenze seien am Freitag 6 Menschen verletzt worden.
Bei dem mutmaßlichen Gasangriff nahe der türkischen Grenze seien am Freitag 6 Menschen verletzt worden. - Foto: © shutterstock

Ähnliche Angaben machten die in Großbritannien ansässige Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte sowie die staatliche syrische Nachrichtenagentur Sana. Beide beriefen sich auf Ärztekreise in Afrin.

Eine Stellungnahme der türkischen Armee lag zunächst nicht vor. Sie ist im vergangenen Monat im Norden Syriens einmarschiert und will die YPG aus Afrin bis hinter den Euphrat vertreiben. Die Türkei betrachtet die syrische YPG als terroristische Gruppierung und will deren Erstarken an der Grenze verhindern.

Eine von der YPG dominierte Streitmacht, die erfolgreich die Islamistenmiliz IS bekämpft, wird von den USA unterstützt. Dies sorgt für Streit zwischen den NATO-Partnern Türkei und USA.

apa/ag.

stol