Samstag, 21. Januar 2017

Nach 22 Jahren an der Macht: Gambias Präsident ins Exil geflogen

Nach wochenlangem Konflikt um die Macht in Gambia ist der abgewählte Präsident Yahya Jammeh ins Exil gegangen und hat damit seiner Rücktrittsankündigung Taten folgen lassen.

Menschen feiern auf den Straßen, nachdem sie von der Abreise  Yahya Jammehs erfuhren.
Menschen feiern auf den Straßen, nachdem sie von der Abreise Yahya Jammehs erfuhren. - Foto: © APA/AFP

Jammeh, der das westafrikanische Land 22 Jahre lang regiert hatte, flog am Samstag aus Banjul mit unbekanntem Ziel ab. Damit ist nun sein bereits vereidigter Nachfolger Adama Barrow Gambias unangefochtener Staatschef.

Der abgewählte Präsident hatte ursprünglich geweigert, die Macht abzugeben. Daraufhin war eine Eingreiftruppe der westafrikanischen Staatengemeinschaft ECOWAS in Gambia einmarschiert, um den Machtwechsel notfalls zu erzwingen.

Nach Marathonverhandlungen mit westafrikanischen Vermittlern hatte Jammeh in der Nacht auf Samstag erklärt, er habe sich entschlossen, „die Führung des Landes“ aufzugeben.

apa/reuters/afp

stol