Mittwoch, 22. März 2017

Nach Angriff in London: Schottische Referendum-Debatte unterbrochen

Wegen des tödlichen Angriffs vor dem Parlament in London hat das schottische Parlament am Mittwoch seine Debatte über ein neues Unabhängigkeitsreferendum unterbrochen.

Foto: © APA/AFP

„Bei unserem Schwester-Parlament gab es einen schwerwiegenden Zwischenfall“, sagte der schottische Parlamentspräsident Ken Macintosh. „Dies beeinträchtigt diese besondere Debatte.“

Eigentlich wollten die schottischen Abgeordneten am Abend darüber abstimmen, ob sie Regierungschefin Nicola Sturgeon beauftragen, den Prozess für ein neues Referendum über die Unabhängigkeit Schottlands einzuleiten.

Bei einem Referendum 2014 hatte eine Mehrheit der Schotten gegen die Abspaltung von Großbritannien gestimmt. Nach dem Brexit-Votum vom vergangenen Jahr gibt es jedoch eine neue Ausgangslage, da die Schotten mit einer klaren Mehrheit gegen den EU-Austritt gestimmt hatten.

In London kam es am Mittwochnachmittag in der Nähe des britischen Parlaments zu mehreren Anschlägen, die von der Polizei als Terrorattacken eingestuft werden. Mindestens eine Person wurde dabei getötet.

apa/afp

stol