Samstag, 11. März 2017

Nach Ende der Ein-Kind-Politik: China will Geburtenrate steigern

Nach dem Ende der Ein-Kind-Politik in China will die Regierung die Geburtenrate mit neuen Unterstützungsmaßnahmen weiter ankurbeln. Der Staat müsse mehr Betreuungsplätze für Kinder schaffen und es Müttern erleichtern, nach der Geburt ihres Kindes wieder problemlos ins Arbeitsleben zurückzukehren, sagte der Chef der Kommission für Gesundheit und Familienplanung, Wang Peian, am Samstag am Rande des Volkskongresses in Peking.

Viele Familien schrecken in China derzeit noch vor dem Kinderwunsch zurück.
Viele Familien schrecken in China derzeit noch vor dem Kinderwunsch zurück. - Foto: © shutterstock

Mit 18,5 Millionen Babys habe die Zahl der Geburten 2016 um rund 1,4 Millionen höher gelegen als im Durchschnitt der fünf vorherigen Jahre. Das entspreche zwar den Erwartungen, dennoch gebe es viele Familien, die bislang vor weiterem Nachwuchs zurückschreckten.

Grund dafür seien wirtschaftliche Belastungen sowie die Frage, wer nach der Geburt das Kind betreuen soll. Nach Angaben der Regierung zögern bislang 60 Prozent der chinesischen Eltern, ein zweites Kind zu bekommen.

1979 hatte Chinas Führung die Ein-Kind-Politik angeordnet, um das Bevölkerungswachstum zu bremsen. Die Wende in der staatlich verordneten Familienpolitik erfolgte vergangenes Jahr als Reaktion auf die schnelle Alterung des Milliardenvolkes und die rückläufige Geburtenquote.

dpa

stol