Sonntag, 29. Juli 2018

Nach Mallorca-Flop: FPÖ lädt Salvini zum Urlauben in Wels ein

Nachdem der italienische Innenminister Matteo Salvini vom Inselrat der spanischen Insel Mallorca wegen seiner Migrationspolitik zur „unerwünschten Person“ erklärt worden ist, erreicht ihn am Sonntag ein Urlaubsangebot aus Oberösterreich. Die FPÖ Oberösterreich lädt den Politiker der Lega „ausdrücklich nach Oberösterreich und Wels ein“.

Die FPÖ Oberösterreich lädt den Politiker der Lega „ausdrücklich nach Oberösterreich und Wels ein“.
Die FPÖ Oberösterreich lädt den Politiker der Lega „ausdrücklich nach Oberösterreich und Wels ein“. - Foto: © APA/ANSA

Der einstimmige Beschluss des mallorquinischen Inselrates, Salvini nicht willkommen zu heißen, ging auf einen Antrag der Linkspartei Podemos zurück, wie italienische Medien am Samstag berichteten. Die Partei verurteilte die Aussagen Salvinis, die „voller Ausländerfeindlichkeit und menschenverachtend“ seien.

In einer gemeinsamen Aussendung kritisieren der FPÖ-Landesparteichef LHStv. Manfred Haimbuchner und der Welser FPÖ-Bürgermeister Andreas Rabl nun die Entscheidung des Inselrats „als unangebracht und unverhältnismäßig“. Salvini habe „in Europa einen Nachdenkprozess in der Einwanderungspolitik bewirkt und mitgeholfen, einen ungeregelten Zuzug nach Europa zu verhindern“.

Aus diesem Grund setze man mit der Einladung nach Oberösterreich einen „bewussten Kontrapunkt“. „Ich würde mich freuen, wenn Innenminister Salvini meine oberösterreichische Heimat besucht“, meinte Haimbuchner. Rabl pries die Vorzüge der Messestadt Wels: „Ob beim traditionellen Welser Volksfest oder als Radfahrer in der Rennradregion Wels, die Einladung steht.“ Ob Salvini das Angebot annimmt, ist aber fraglich. Als Reaktion auf den Beschluss des mallorquinischen Inselrates kündigte er nämlich bereits an, in Italien urlauben zu wollen.

apa

stol