Sonntag, 06. August 2017

Nach UNO-Sanktionen: China ruft Nordkorea zu weiteren Gesprächen auf

Im Atomstreit mit Nordkorea hat China alle Beteiligten zu weiteren Verhandlungen aufgerufen. „Unser Ziel ist es, alle in den Atomkonflikt involvierten Parteien an den Verhandlungstisch zurückzubringen und in Gesprächen Lösungen für eine Denuklearisierung Nordkoreas zu finden“, sagte Chinas Außenminister Wang Yi am Sonntag in Manila.

Foto: © LaPresse

Nach den jüngsten Raketentests seien Sanktionen gegen das Regime in Pjöngjang zwar „notwendig“, aber „nicht das letzte Mittel“. Der UNO-Sicherheitsrat hat am Samstag die bisher schärfsten Sanktionen gegen Nordkorea verhängt.

Das höchste UNO-Gremium stimmte einstimmig für eine Resolution, die Ausfuhrverbote auf Kohle, Eisen, Eisenerz, Blei, Bleierz sowie Fisch und Meeresfrüchte enthält. Damit soll das kommunistisch regierte Land wirtschaftlich noch stärker unter Druck gesetzt werden.

In Manila beginnt am Montag das Regionalforum der südostasiatischen Staatengemeinschaft ASEAN. Die ASEAN-Staaten forderten Nordkorea angesichts der Entwicklung dazu auf, Selbstbeherrschung zu üben und die umstrittenen Raketentests sofort einzustellen.

Die Außenminister der zehn Mitgliedstaaten äußerten am Samstag außerdem „ernste Bedenken“ angesichts wachsender Spannungen in der Region.

apa/dpa

stol