Samstag, 26. August 2017

Nach US-Sanktionen: Venezuela lässt Militär aufmarschieren

Nach der Ankündigung neuer US-Wirtschaftssanktionen lässt Venezuelas Regierung symbolisch ihre Streitkräfte in der Hauptstadt aufmarschieren. Das Großmanöver solle die Verteidigungsbereitschaft des Landes gegen „imperialistische Drohungen“ zeigen, so das Staatsfernsehen VTV.

Das Land mit den größten Ölreserven versinkt seit Monaten im Chaos, Nachbarsstaaten warnen vor dem Entstehen einer neuen Diktatur in der Region.
Das Land mit den größten Ölreserven versinkt seit Monaten im Chaos, Nachbarsstaaten warnen vor dem Entstehen einer neuen Diktatur in der Region. - Foto: © APA/AFP

In Caracas gingen Tausende Soldaten und bewaffnete regierungsnahe Milizen auf die Straßen. Tags zuvor hatte das Weiße Haus Strafmaßnahmen bekanntgegeben, die Geschäfte mit bestimmten Wertpapieren des venezolanischen Staates und der staatlichen Ölfirma PDVSA teilweise verbieten.

Die Sanktionen sollen der sozialistischen Regierung von Staatschef Nicolás Maduro erschweren, an frisches Geld zu kommen. Zuvor hatten die USA bereits Sanktionen gegen Maduro und andere Regierungsmitglieder verhängt.

Das Land mit den größten Ölreserven versinkt seit Monaten im Chaos, Nachbarstaaten warnen vor dem Entstehen einer neuen Diktatur in der Region. Ende Juli ließ Maduro eine umstrittene Verfassunggebende Versammlung wählen – diese entmachtete kurz darauf das von der Opposition kontrollierte Parlament.

dpa

stol