Das größte Problem aus ihrer Sicht: „Die neuen Routen der Fahrer sind einfach unrealistisch. Da planen Personen, die keinerlei Ortskenntnisse haben. Und so können die Fahrer gar nicht pünktlich sein.“ In der Praxis bedeutet das, dass Kinder zu spät geholt werden, also auch zu spät in die Schule kommen. Oder auch früher aus dem Unterricht müssen, weil der Fahrer sonst den Rest der Route nicht schafft. Die Kinder verpassen also regelmäßig Teile des Unterrichtes.<BR /><BR />Die Begleitpersonen hängen aber natürlich immer mit dran an dieser „chaotischen Organisation“. „Dann steht man da auf der Straße und weiß nicht, kommt der Fahrer überhaupt“, berichtet Waltraud. Informiert werde man gar nicht – „und das ist auf Dauer einfach frustrierend“. <BR />Auch an der Einschulung der Fahrer hapere es noch immer: „Ich habe 4 verschiedene Fahrer in diesem Monat gehabt, keiner davon wusste, wie man einen Rollstuhl fixiert. Ich frage mich, was passiert bei Fahrten, bei denen keine Begleitperson dabei ist?“ <BR /><BR />Leid tun ihr auch die Kinder, „die sind einfach speziell und weit weniger flexibel als andere Kinder. Viele brauchen einfach einen festen Rhythmus, sonst wirft es sie aus der Bahn“, weiß sie nach so vielen Jahren im Beruf. <BR /><BR />Doch die Mängel gehen weiter, das sieht sie auch in den Fahrzeugen, mit denen sie unterwegs ist – und viele Kollegen berichten ähnliches. Für die Fraktionssprecherin der Fratelli d'Italia, die sich engagiert der Sache annimmt (wir haben berichtet), hat sie eine Liste zusammengestellt, auf der sich u.a. folgende Punkte finden: „fehlende Beckengurte sowie die erforderlichen Kindersitze für Kindergartenkinder und kleine Schüler“, „fehlende Papierrollen, Reinigungsmittel, Desinfektionsmittel, Einmalhandschuhe“, „fehlende Feuerlöscher“, „die Sauberkeit lässt sehr zu wünschen übrig“, „mehrere Fahrer müssen sich eine Tankkarte teilen“, „ein Fahrzeug ist immer mit Minimum Benzin unterwegs“, unangemessene Fahrweise der Fahrer, „Fahrten sind teilweise so eingeteilt, dass sie nicht mit den Unterrichtszeiten übereinstimmen“... Zudem soll ein Fahrer bereits aus dem Verkehr gezogen worden sein, weil er nicht über den vorgeschriebenen Führerschein B CAP verfügte.<BR /><BR />„Aus diesen Gründen“, so sagt Waltraud, „ist es für uns Begleitpersonen beinahe unzumutbar, diesen Dienst so weiterzuführen.“ Bleibt der Dienst beim aktuellen Konzessionär Alpin Bus, steht für Waltraud jedenfalls fest: „Ich stehe im kommenden Schuljahr nicht mehr als Begleitperson beim Transport für Kinder mit Beeinträchtigung zur Verfügung.“