Freitag, 06. Oktober 2017

Nächtigungsverbot in Innsbruck: Designierter Bischof enttäuscht

Der designierte Innsbrucker Bischof Hermann Glettler hat sich am Freitag von dem am Donnerstag vom Innsbrucker Gemeinderat beschlossenen Nächtigungsverbot für Obdachlose in der Altstadt enttäuscht gezeigt.

Der „Dauerauftrag“ laute „Armut bekämpfen und nicht die Armen“, betonte Glettler.
Der „Dauerauftrag“ laute „Armut bekämpfen und nicht die Armen“, betonte Glettler. - Foto: © APA

„Obdachlosigkeit und Bettler auf unseren Straßen sind eine Tatsache und Teil des Abbilds gesellschaftlicher Entwicklungen“, meinte er in einer Aussendung.

Diesen Entwicklungen müsse man mit „weitreichenden Lösungsbemühungen“ begegnen, argumentierte der designierte Bischof. Von der Caritas habe er erfahren, dass die vorhandenen und „gut geführten“ Einrichtungen nicht ausreichten. Es brauche sowohl den Ausbau an Tagesbetreuung, der mobilen Sozialarbeit wie die Erhöhung der Kapazitäten im Bereich der Notschlafstellen, verlangte Glettler.

Eine „wunderbare Stadt“ wie Innsbruck müsse sich auch in Zukunft durch Menschlichkeit auszeichnen und nicht durch Härte gegenüber jenen, die ohnehin schon an den Rand der Wohlstandsgesellschaft gedrängt wurden. Der „Dauerauftrag“ laute „Armut bekämpfen und nicht die Armen“, betonte Glettler.

apa

stol