Regierungschef Renzi will Sondierungen unter den Gruppierungen starten, um einen Kandidaten zu finden, der im Parlament einen parteiübergreifenden Konsens finden könne. Er will somit verhindern, dass es bei der Wahl von Napolitanos Nachfolger im Parlament zu tagelangen ergebnislosen Abstimmungen komme, wie bereits im April 2013 der Fall war. Lega Nord-Chef Matteo Salvini erklärte sich bereit, einen von Renzi vorgeschlagenen Kandidaten für das Amt des Präsidenten zu unterstützen, wenn es sich um eine parteiunabhängige Persönlichkeit handle. Die Cinque-Stelle-Bewegung kündigte die sogenannten "Quirinarie" an, Online-Vorwahlen für die Suche nach ihrem Präsidentenkandidaten.Indes dementierte Stardirigent Riccardo Muti Medienberichte, nach denen er als möglicher Nachfolger Napolitanos im Gespräch sei. Er habe lediglich Musik im Sinn und werde bis zu seinem Lebensende nichts anderes tun, versicherte der Maestro. "Ich habe großen Respekt für die Institutionen. Ich hoffe, dass Italien nach einer exzellenten Persönlichkeit wie Napolitano einen Nachfolger des selben Niveaus finden wird", betonte Muti."Napolitano ist für unser Land der Stabilitätsanker", sagte die Abgeordnete Laura Garavini aus dem Fraktionsvorstand der Demokratischen Partei. In der PD hoffen viele Parlamentarier, dass Napolitano sich für einen Amtsverbleib über das Ende des Semesters unter italienischem Vorsitz hinaus entscheiden werde.mit