"Hier scheinen Stadtverwaltung, „Antifa“ und Konsorten auf dem rechten Auge blind zu sein", kritisiert die Bewegung Süd-Tiroler Freiheit (STF). "Anders ist es nicht zu erklären, dass seit Jahren (zu Recht) vehement die Umbenennung der „Wenter-Schule“ gefordert, der faschistische Dichter Ezra Pound gleichzeitig aber gefeiert wird", schreibt die STF und erklärt: "Pound war ein Fürsprecher Benito Mussolinis und verbreitete nach dem Ausbruch des Zweiten Weltkrieges antiamerikanische und antisemitische Propagandareden. Pound machte zudem die Juden für die Herrschaft des Wuchers und des Ausbruchs des Zweiten Weltkrieges verantwortlich"."Während Pound und Wenter Brandstifter im Geiste waren, gibt es in Meran immer noch Denkmäler, welche Gewalt und Imperialismus verherrlichen“, so Christoph Mitterhofer, Gemeinderat der Süd-Tiroler Freiheit in Meran.„Als Beispiel sei hier das Denkmal für das 5. Alpini-Regiment im italienisch-türkischen Krieg 1911/12 genannt. In diesem Krieg hatte Italien die türkischen Provinzen Tripolitanien und Cyrenaika (Libyen) erobert. Danach begann ein bis 1931 dauernder Vernichtungskrieg gegen die libysche Bevölkerung, die sich verzweifelt gegen die Aggressoren zur Wehr setzte. Italien setzte dabei auch Giftgas ein und dezimierte die Bevölkerung in Konzentrationslagern und mit Todesmärschen durch die Wüste!“„Daneben gibt es in der Passerstadt noch zahlreiche andere faschistische Relikte und Aufschriften, welche diese Zeit unkommentiert verherrlichen“, so Stefan Zelger von der Landesleitung der Bewegung. „Die Süd-Tiroler Freiheit ruft die Gemeindeverwaltung deshalb erneut dazu auf, hier endlich tätig zu werden. Die Ortsgruppe in Meran hat Bürgermeister Paul Rösch unlängst eine Dokumentation über die faschistischen Relikte in der Stadt zukommen lassen.“Stefan Zelger, Mitglied der Landesleitung der Süd-Tiroler FreiheitChristoph Mitterhofer, Gemeinderat der Süd-Tiroler Freiheit in MeranSÜD-TIROLER FREIHEIT, Bozen