Montag, 05. Februar 2018

Neo-Faschisten forsten „Mussolini-Wald“ in Italien auf

Eine rechtsextreme Partei hat in Italien einen abgebrannten Wald, der an den faschistischen Diktator Benito Mussolini erinnerte, wieder aufgeforstet. Die Bäume, die im Jahr 1939 in Form des Wortes „Dux“ angepflanzt worden waren, waren im Sommer bei einem Waldbrand am Berg Giano niedergebrannt.

Die rechtsextreme Partei Casa Pound hat in Italien 1000 neue Bäume gepflanzt.
Die rechtsextreme Partei Casa Pound hat in Italien 1000 neue Bäume gepflanzt. - Foto: © shutterstock

Die rechtsextreme Partei Casa Pound habe nun 1000 neue Bäume aus Österreich gepflanzt, wie eine Sprecherin am Montag der Deutschen Presse-Agentur sagte.

Die Baum-Formation in der Nähe des Ortes Antrodoco rund 100 Kilometer nordöstlich von Rom war einst schon aus der Ferne sichtbar – und künftig soll das wieder so sein.

Verherrlichung faschistischer Ideologie ist in Italien strafbar, aber der Mussolini-Wald wurde als nationales Denkmal angesehen. Memorabilia von Mussolini (1883-1945) gibt es praktisch im ganzen Land frei zu kaufen.
Casa Pound tritt auch bei den anstehenden Parlamentswahlen in Italien am 4. März an – allerdings liegt ihre Zustimmung bei weit weniger als drei Prozent.

dpa

stol