Samstag, 28. Mai 2016

Neue Angriffe vertiefen schwere Regierungskrise in Kroatien

Schwere Vorwürfe des großen gegen den kleinen Koalitionspartner haben die tiefe Regierungskrise beim jüngsten EU-Mitglied Kroatien weiter verschärft.

Tomislav Karamarko
Tomislav Karamarko - Foto: © LaPresse

Die Reformpartei Most (Brücke) betreibe eine inhaltslose Politik und und nehme „den Staat zur Geisel“, behauptete der Vorsitzende der großen Regierungspartei HDZ, Vize-Regierungschef Tomislav Karamarko, am Samstag in Zagreb. Most sei „politisch unerfahren“ und ein Bremser für jede Reform.

Am Vortag hatten alle sieben Most-Regierungsmitglieder Karamarkos Rücktritt wegen Korruptionsvorwürfen verlangt. Nur die Rückendeckung der 16 HDZ-Minister hatte den Sturz Karamarkos verhindern können.

In zwei Wochen will Most jedoch gemeinsam mit der Opposition den umstrittenen Politiker im Parlament aus seinem Amt vertreiben. Das hätte vorzeitige Parlamentswahlen zur Folge, sind die heimischen Kommentatoren sicher. Die amtierende Koalitionsregierung ist erst seit Januar im Amt.

apa/dpa

stol