Donnerstag, 08. März 2018

Neue Ausschreitungen nach Verhängung von Ausnahmezustand in Sri Lanka

Nach der Ausrufung des Ausnahmezustands in Sri Lanka ist es zu neuen Ausschreitungen gekommen. Mindestens 3 Polizisten seien in der Nacht auf Mittwoch bei Zusammenstößen in einem Vorort der Stadt Kandy verletzt worden, sagte Polizeisprecher Ruwan Gunasekera. 7 Menschen seien wegen Anstiftung zu Unruhen festgenommen worden.

Nach der Ausrufung des Ausnahmezustands in Sri Lanka ist es zu neuen Ausschreitungen gekommen.
Nach der Ausrufung des Ausnahmezustands in Sri Lanka ist es zu neuen Ausschreitungen gekommen. - Foto: © APA/AFP

Nach gewaltsamen Zusammenstößen zwischen Buddhisten und Angehörigen der muslimischen Minderheit hatte die Regierung am Dienstag einen landesweiten Ausnahmezustand verhängt. Die Gewalt war am Montag eskaliert, nachdem ein buddhistischer Einwohner Verletzungen erlegen war, die ihm muslimische Angreifer zugefügt hatten. Am Dienstag wurde die Leiche eines 24-jährigen muslimischen Mannes aus einem niedergebrannten Gebäude geborgen.

Während der zweitägigen Ausschreitungen wurden mehr als 150 Gebäude und Geschäfte in Brand gesteckt. Das Parlament entschuldigte sich bei der muslimischen Minderheit für die Gewaltakte. Es war das erste Mal seit dem Jahr 2011, dass die Regierung den Ausnahmezustand verhängte.

Kandy ist ein bei Touristen beliebtes Reiseziel. Großbritannien und die USA haben wegen der angespannten Lage Reisewarnungen für Sri Lanka herausgegeben. Auf der Homepage des Außenamtes in Wien wird gemahnt: „Halten Sie sich bitte von Menschenansammlungen fern und folgen Sie den Anweisungen von Sicherheitskräften.“

apa/afp

stol