Samstag, 20. Juni 2015

Neue saudische Luftangriffe nach Scheitern der Jemen-Gespräche

Nach dem Scheitern der Jemen-Friedensgespräche in Genf hat Saudi-Arabien seine Luftangriffe in dem Bürgerkriegsland fortgesetzt. Flugzeuge hätten in der Hauptstadt Sanaa Stellungen der schiitischen Houthi-Rebellen und ihrer Verbündeten bombardiert, berichteten Anrainer am Samstagmorgen.

Symbolbild.
Symbolbild. - Foto: © APA/DPA

Angegriffen worden sei unter anderem der internationale Flughafen. Über der Stadt stiegen dicke Rauchsäulen auf. Angaben über mögliche Opfer gab es zunächst nicht.

Gespräche ohne Einigung aber mit einigen Fortschritten

Die UN-Friedensgespräche in Genf waren am Freitag ohne Einigung zu Ende gegangen. Es habe jedoch einige Fortschritte gegeben, auf denen in naher Zukunft aufgebaut werden könne, sagte der UN-Sondergesandte für den Jemen, Ismail Ould Cheikh Ahmed. Jemens Außenminister Riad Yassin beschuldigte die Houthis, sie hätten bei den Gesprächen Fortschritte wie einen dauerhaften Waffenstillstand verhindert. Ein Termin für weitere Gespräche steht bisher nicht fest.

Die Houthi-Rebellen und mit ihnen verbündete Kräfte des früheren Präsidenten Ali Abdullah Saleh haben im Jemen große Teile des Landes unter Kontrolle gebracht. Präsident Abed Rabbo Mansur Hadi und die Regierung sind nach Riad geflohen. Die von Saudi-Arabien geführte Koalition bombardiert seit Ende März Stellungen der Houthis und ihrer Verbündeten, ohne diese aber bisher aufhalten zu können.

apa/dpa

stol