„Die Sonderausstellung im Merkantilgebäude stellt die Anfänge des Postdienstes in Südtirol dar, zeigt die verschiedenen Transportmöglichkeiten zur damaligen Zeit auf und beschreibt die Postrouten zwischen Bozen und den wichtigsten Städten Europas“, informiert Handelskammerpräsident Michl Ebner.Zahlreiche Briefe und andere Dokumente erzählen die politischen Ereignisse der damaligen Zeit und heben den Beitrag des Postwesens für die Entwicklung von Wirtschaft und Gesellschaft hervor. Die Organisation des Postwesens erleichterte den Austausch von Informationen, Personen und Waren, ermöglichte es den Kaufleuten ihre Geschäfte abzuschließen und förderte den Handel von Gütern und Dienstleistungen. Veröffentlichung des Bandes „Die alte Post in Bozen“Der dritte Band der Buchreihe des Merkantilmuseums begleitet die Sonderausstellung und enthält interessante Beiträge von Experten auf dem Gebiet der Postgeschichte, darunter Thomas Mathà, der gemeinsam mit Lucia Nardelli als Kurator der Ausstellung fungiert, Hubert Jungwirth, Kurt Cologna und Julia Thurn und Taxis. Die Taxis, so nannten sich die Gründer der Post ursprünglich, standen im Dienste der Päpste in Rom, in Reichsdiensten in Brüssel, sie arbeiteten für den König von Spanien und die Republik Venedig. Die Familie der Grafen Thurn Valsassina und Taxis spielte eine wichtige Rolle in der Organisation des Postwesens durch Tirol, speziell auf der wichtigen Nord-Süd-Achse von Innsbruck über Bozen bis nach Verona.Die Sonderausstellung „Die alte Post in Bozen“ wird am Montag, den 14. November, um 18 Uhr, im Merkantilgebäude in der Bozner Silbergasse eröffnet und bleibt bis Ende Oktober 2012 für die Öffentlichkeit zugänglich.