<Apotheke></Apotheke>Mit gezielten Maßnahmen wollen die Gemeinde Villnöß und die Tourismusgenossenschaft dem ausufernden Phänomen der Fototouristen im Tal Herr werden. Erste Schritte wurden gesetzt, weitere sollen nun folgen.<BR /><BR />Wer in St. Magdalena mit seinem Fahrzeug in Richtung St. Magdalena-Kirchlein fahren will, wird an der Schmiedmüllerbrücke gestoppt – eine Schranke und ein Durchfahrtsverbotsschild weisen darauf hin, dass die Weiterfahrt nur Berechtigten erlaubt ist. <BR /><BR />Soweit so gut. In der Praxis sind es vor allem Touristen aus aller Welt, die trotzdem mit ihren Autos bergwärts fahren, am Straßenrand oder auf den Wiesen parken und sich dann – zu fast jeder Tages- und Nachtzeit – in die Landschaft stellen, um ein perfektes Foto von der malerischen Kulisse zu machen. Hauptmotiv: Die Kirche von St. Magdalena im Vordergrund der Geislerspitzen.<BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="934717_image" /></div> Der ausufernde Fototourismus sorgt vor allem im Talschluss für Unmut und Ärger bei der Bevölkerung. <BR />Eine Arbeitsgruppe, bestehend aus Bürgermeister Peter Pernthaler, Klaus Messner, Michael Messner (beide Tourismusverein) und den 4 Gemeinderäten aus St. Magdalena, Roswitha Moret, Fabian Messner, Alfred Runggatscher und Richard Obexer, hat über den Sommer Maßnahmen erarbeitet. Ziel ist es, die Fototouristen besser zu lenken: Dazu gehört die Beschilderung eines einheitlichen Weges, an dessen Ende ein ausgewiesener und abgegrenzter Fotopoint stehen soll. <BR /><BR />Dazu ist die Gemeinde laut Pernthaler mit den Grundbesitzern im Gespräch. Die einheitliche Beschilderung für das Leitsystem ist in Auftrag gegeben und soll laut Klaus Messner, Geschäftsführer des Tourismusverbandes, noch im September angebracht werden. Auch das Schrankensystem bei der Schmiedmüllerbrücke wird umgestellt: „Wir wollen hier eine Kamera mit Kennzeichenerkennung installieren, außerdem soll es für Berechtigte die Möglichkeit geben, die Schranke mit einem Code zu öffnen“, erklärt Bürgermeister Pernthaler.<BR /><BR /> Weiters wurde von der Gemeinde und der Tourismusgenossenschaft in Zusammenarbeit mit dem IDM erreicht, dass die Straßensperre ab der Schmiedmüllerbrücke in Richtung St. Magdalena-Kirchlein bei Google Maps eingetragen wurde. Tagestouristen sind nun angehalten, etwa den Weg Richtung St. Magdalena-Kirchlein zu Fuß zurückzulegen. <BR /><BR /> „Die Eintragung der Sperre bei Google Maps ist nicht jedermanns Sache, aber wir hoffen, dass sich die Situation dadurch beruhigt. Sollte es möglich sein, das Schrankensystem mit einer automatischen Codeerkennung für Gäste auszustatten, könnte man die Sperre eventuell auch aufheben“, erklärt Klaus Messner. Dies sei bereits im Verwaltungsrat diskutiert worden. Vorerst bleibt der Eintrag der Sperre bei Google bestehen. Schon jetzt merke man, dass weniger Autos die Schranke passieren.<BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="934720_image" /></div> Klar ist auch: Auf eine Maßnahme wird die nächste folgen, die eine Lösung wird es nicht geben, ist Messner überzeugt. Sicher ist: Der Herbst steht vor der Tür, die dritte Jahreszeit wird die Landschaft rund um die Geislergruppe wieder in ein atemberaubendes Farbenspiel tauchen. Ein perfektes Fotomotiv verspricht das allemal zu werden.<BR />