Die jüngsten Zusammenstöße ereigneten sich zeitgleich mit einem 24-stündigen Generalstreik, zu dem aus „Solidarität mit den Opfern” der wochenlangen Proteste aufgerufen worden war. Die Hauptstadt Managua glich am Donnerstag einer Geisterstadt, die gewaltsamen Zusammenstöße ereigneten sich laut Cenidh in den Gemeinden Nagarote, Tipitapa und Masatepe.Am Freitag wollen sich die katholischen Bischöfe in dem Land um eine Wiederaufnahme der Verhandlungen zwischen Regierung und Opposition bemühen und die Konfliktparteien an einen Tisch holen. Die Bischöfe kündigten an, ihr Vermittlungsangebot an Staatschef Daniel Ortega und dessen Antwort darauf vorzulegen.Die Wut der Demonstranten in Nicaragua hatte sich zunächst gegen Pläne für Pensionskürzungen gerichtet. Zwar zog Ortega diese angesichts des Widerstands schon bald wieder zurück, mittlerweile fordern die Demonstranten aber seinen Rücktritt. Der ehemalige Guerillakämpfer regiert Nicaragua seit elf Jahren, sein jetziges Mandat endet im Jänner 2022.apa/ag.