Donnerstag, 03. März 2016

Neuer Kunstführer Pfarrkirche Maria Himmelfahrt Terlan

In der Pfarrkirche von Terlan wurde am Samstag Abend der neue Kunstführer „Pfarrkirche Maria Himmelfahrt“ vorgestellt, welcher Kirchenbesuchern einen Überblick über die Geschichte eines der bedeutendsten und weit über die Landesgrenzen hinaus bekannten Kultur- und Kunstdenkmäler Südtirols und über den in ihr befindlichen größten Freskenschatz einer Tiroler Landkirche gibt.

 Innenansicht der Pfarrkirche Maria Himmelfahrt in Terlan. Bildquelle: Kunstverlag Peda, Passau
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Innenansicht der Pfarrkirche Maria Himmelfahrt in Terlan. Bildquelle: Kunstverlag Peda, Passau

Der neue Kirchenführer, der im Kunstverlag Peda erschienen ist, gibt Interessierten auf 46 Seiten und 3 Ausklapptafeln einen Überblick über die Geschichte der Terlaner Pfarrkirche und beschreibt – worauf Dekan Seppl Leiter besonderen Wert legte – anhand von Texten und zahlreichen Bildern den gesamten Freskenschatz und weitere Kunstwerke des Kirchengebäudes.

Wie der Dekan erklärte, war der neue Kunstführer in Auftrag gegeben worden, weil die letzten, vor über 20 Jahren gedruckten Kirchenführer nicht mehr dem aktuellen Stand der Forschungen über die Geschichte der Terlaner Pfarrkirche entsprachen und das darin enthaltene Fotomaterial veraltet war. Zudem war die deutschsprachige Ausgabe des Kirchenführers seit Monaten vergriffen, so Dekan Seppl Leiter.

Die Pfarrkirche Maria Himmelfahrt in Terlan ist Mittelpunkt und zugleich der bedeutendste kunsthistorische Schatz des Dorfes. Das Bauwerk, dessen Geschichte bis in das frühe 13. Jahrhundert zurückreicht, ist den vergangenen zwei Jahrzehnten dank der Unterstützung verschiedener Institutionen, Körperschaften und der Bevölkerung mustergültig saniert worden, erklärte die Kulturreferentin der Gemeinde Terlan, Barbara Patauner.

So wurden unter anderem die Fresken restauriert, der Altarraum neu gestaltet, der Boden tiefer gelegt und eine Bodenheizung eingebaut, sowie neue Beleuchtungskörper angebracht. Der Kirchturm mit Glockenstuhl und Geläute wurde saniert und neu eingedeckt, und auch die neben der Kirche befindliche Michaelskapelle wurde generalsaniert. Im Zuge all dieser Sanierungsarbeiten erlangte man auch neue Erkenntnisse über die Geschichte der Pfarrkirche, die nun in dem kompakten Büchlein berücksichtigt sind.

Als große Herausforderung stellte sich das Fotografieren der zahlreichen Fresken dar, erklärte Walther Kircher aus Brixen, Südtiroler Vertreter des Kunstverlages Peda. Die Aufnahmen wurden von Verlagsleiter Gregor Peda persönlich mit modernster digitaler Fototechnik angefertigt, mit einer 60,5 Megapixel-Mittelformat-Kamera und Spezialscheinwerfertechnik für die optimale Farbabstimmung. Die Texte im Kirchenführer verfasste die Fachautorin Dr. Verena Friedrich.

Dank der Unterstützung der Gemeinde Terlan wird der neue Kirchenführer demnächst kostenlos an die Terlaner Familien verteilt. Damit wolle man der Bevölkerung für ihre Unterstützung ein „Vergelt's Gott“ sagen. Kirchenbesucher von Auswärts können den Kunstführer gegen ein kleines Entgelt in der Kirche am Schriftenstand neben dem Haupteingang erwerben.

stol